
Am 28. August 2025 unterzeichneten die Präsident*innen der Rhein-Main-Universitäten (RMU) eine überarbeitete Rahmenkooperationsvereinbarung. Die Präsident*innen, darunter Prof.‘in Dr. Tanja Brühl von der Technischen Universität Darmstadt, Prof. Dr. Georg Krausch von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und Prof. Dr. Enrico Schleiff von der Goethe-Universität Frankfurt, haben damit einen bedeutenden Schritt zur Intensivierung ihrer Zusammenarbeit gemacht.
Die neue Vereinbarung zielt darauf ab, die Kooperation der Universitäten zu verstärken, insbesondere bei der Beantragung von Förderungen für den Exzellenzverbund. Dieser Schritt kommt zum zehnjährigen Jubiläum des Verbunds, der im Jahr 2015 ins Leben gerufen wurde. Die Bereiche der Zusammenarbeit sind vielfältig und umfassen Forschung und Forschungsinfrastruktur, Studium und Lehre sowie den Wissensaustausch mit der Gesellschaft.
Effiziente Governance-Strukturen
Die Governance-Strukturen der neuen Kooperationsvereinbarung sind bewusst schlank gehalten. Dies soll eine effiziente Zusammenarbeit und schnelle Entscheidungsprozesse ermöglichen. Zu den grundlegenden Elementen der Vereinbarung gehören das RMU-Direktorium als Leitungsgremium sowie die RMU Assembly als internes Beratungsgremium. Auch ein International Advisory Board ist vorgesehen, das als externes Beratungsgremium fungiert.
Die Präsidenten betonen die Erfolge der letzten zehn Jahre. Dazu zählt die Steigerung der Attraktivität der Universitäten als Arbeitgeber und die Öffnung interner Weiterbildungsangebote. Ebenso wurden bereits zehn gemeinsame Studiengänge entwickelt und im Jahr 2023 wurden zusammen rund 675 Millionen Euro an Drittmitteln eingeworben. Über 93.500 Studierende sind an den drei Universitäten eingeschrieben, die gemeinsam rund 1.500 Professuren bereitstellen.
Gemeinsame Ziele und Unterstützung
Ein zentrales Ziel der RMU ist es, bürokratische Hürden abzubauen und die Forschungsstärke der Hochschulen in den Bereichen Lebenswissenschaften und Medizin, digitale Transformation und Künstliche Intelligenz, Teilchenphysik sowie Material- und Energieforschung weiter auszubauen. Wissenschaftsminister Timon Gremmels unterstreicht dabei die Bedeutung von Vernetzung und Allianzen in der Wissenschaft, die durch die neue Vereinbarung gestärkt werden sollen.
Die Länder Hessen und Rheinland-Pfalz unterstützen die Zusammenarbeit der RMU und haben angedeutet, dass eine entsprechende Vereinbarung zur Regelung des Umgangs mit unterschiedlichen Ländergesetzen bis zum Frühsommer 2025 erarbeitet werden soll. Neben der gemeinsamen Finanzierung von Forschungsvorhaben sind auch die Organisation des Studiums und der Austausch von Ressourcen angedacht.
Die Hersteller möchten die Erfolge der letzten Jahre fortsetzen und die Förderung von Early Career Researchers (ECR) sowie von Mitarbeitenden weiter stärken. Prof. Dr. Enrico Schleiff betont die Bedeutung dieser Vereinbarung für die Erfolge der Region, während Prof.‘in Dr. Tanja Brühl die Einbindung komplementärer Expertisen hervorhebt. Prof. Dr. Georg Krausch kündigt zudem die Bewerbung als Exzellenzverbund an, was die Ambitionen der Hochschulen weiter untermauert.
In einem größeren Kontext, der die Zusammenarbeit deutscher Hochschulen betont, zeigt der Fokus auf internationale Hochschulkooperationen und transnationale Bildung, wie wichtig diese Allianzen für die Zukunft der akademischen Landschaft sind. Die deutschen Hochschulen, die sich verstärkt dem globalen Bildungswettbewerb stellen, müssen dabei qualitative und ethische Mindestanforderungen beachten, um als qualitätsbewusste Partner zu agieren (internationale hochschulkooperationen).
Mit dieser überarbeiteten Rahmenkooperationsvereinbarung setzen die Rhein-Main-Universitäten nicht nur ein Zeichen für die Zukunft ihrer Zusammenarbeit, sondern auch für die Stärkung der wissenschaftlichen Exzellenz in der Region.