Im Rahmen der Forschung zu gesellschaftlichen Aspekten des Alterns beschäftigt sich Frau Prof. Brandt an der Technischen Universität Dortmund intensiv mit der Analyse von unterschiedlichen Gesellschaften und deren Umgang mit dem Alter. Ihre Arbeit zielt darauf ab, wichtige Themen wie Gesundheitserhalt, Familienstrukturen und soziale Ungleichheit genauer zu beleuchten. Besonders die Auswirkungen des Klimawandels und gesundheitliche Risiken durch Hitze stellen aktuelle Herausforderungen dar. Laut tu-dortmund.de gibt es in der Forschung noch eine große Lücke bezüglich der Generationen- und Klimagerechtigkeit sowie des nachhaltigen Handelns älterer Menschen.
Seit 2022 leitet Prof. Brandt die Sachverständigenkommission zum 9. Altersbericht der Bundesregierung. Diese Aufgabe beschreibt sie als spannend und lehrreich, jedoch auch herausfordernd, insbesondere hinsichtlich der Vermittlung unterschiedlicher Perspektiven und der Suche nach Kompromissen. Das Ziel der Kommission liegt in der Entwicklung einer gemeinsamen Vision für die Alter(n)spolitik, auch wenn die Umsetzung nicht in ihrem Ermessen liegt.
Die Rolle der Wissenschaft in der Gesellschaft
Ein zentraler Aspekt der Arbeit von Prof. Brandt ist die Bedeutung solider wissenschaftlicher Erkenntnisse und empirischer Daten für die Verbesserung der Gesellschaft. Sie betont die Notwendigkeit, komplexe Analysen allgemeinverständlich zu kommunizieren. Die Rolle der Medien und des Journalismus wird in diesem Zusammenhang als entscheidend erachtet.
Kritik wird an verkürzenden oder skandalisierenden medialen Beiträgen geübt, die oft ein verzerrtes Bild der Realität zeichnen. Prof. Brandt hebt die Wichtigkeit der Öffentlichkeitsarbeit für die Wissenschaft hervor, um die daran beteiligten Informationen angemessen und präzise zu vermitteln.
Beruflicher Werdegang
Frau Prof. Brandt kann auf eine beeindruckende Karriere zurückblicken. Ihre akademische Laufbahn begann 2008 mit der Promotion in Soziologie an der Universität Zürich. In den Jahren 2009 bis 2011 war sie Senior Researcher und Head of Unit Communications am Mannheim Research Institute for the Economics of Aging (MEA). Darauf folgten Positionen als Assistant Coordinator (Research) im Survey of Health am Munich Center for the Economics of Aging sowie an der Max-Planck-Gesellschaft in München.
Seit 2014 ist sie Professorin für Sozialstruktur und Soziologie alternder Gesellschaften an der TU Dortmund. Zudem wurde sie 2023 zur Sprecherin des Promotionskollegs „Neue Herausforderungen in alternden Gesellschaften“ der Hans-Böckler-Stiftung ernannt, wo sie bis 2027 tätig sein wird.



