Mellany Metah Rombosia ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie unterschiedliche Hintergründe und Lebenswege eine treibende Kraft für Veränderungen in der Unternehmenswelt sein können. Die Studentin aus Nairobi, Kenia, die 2019 nach Deutschland kam, hat in der IT-Abteilung von Bayer eine bemerkenswerte Karriere begonnen. Oft ist sie die einzige schwarze Frau im Raum, was sie in ihrer bisherigen Laufbahn mit Stereotypen und Vorurteilen konfrontierte. Diese Erfahrungen führte sie dazu, zusammen mit einem afroamerikanischen Kollegen das Programm „Barriers to Inclusion“ zu initiieren, um aktiv gegen Vorurteile vorzugehen.

Wie WHU berichtet, hat Mellany in diesem Rahmen über 20 Workshops zu Diversität, Equity und Inklusion (DEI) geleitet. DEI zielt darauf ab, eine gerechtere und inklusivere Gesellschaft zu schaffen. Die drei fundamentalen Aspekte dabei sind Vielfalt, Gerechtigkeit und Inklusion, die alle darauf abzielen, Menschen unabhängig von ihrem Hintergrund gleiche Chancen zu bieten und ein Zugehörigkeitsgefühl zu fördern.

Sichtbar in Mellanys Engagement ist die Erkenntnis, dass Diversität weit mehr ist als nur ethnische Unterschiede. Vielmehr umfasst sie eine breite Palette von Perspektiven, die in der modernen Geschäftswelt unerlässlich sind. Ihre Arbeit hat dazu geführt, dass unbewusste Vorurteile bei der Bewerberauswahl von einem Personalverantwortlichen erkannt wurden, was zeigt, wie wichtig Aufklärung in diesem Bereich ist.

Die Rolle von Vielfalt in der Geschäftswelt

Vielfalt ist nicht nur ein Schlagwort, sondern ein zentraler Aspekt für den Erfolg von Unternehmen. Laut Bosch-Stiftung nutzen viele Unternehmen externe Kommunikation, um ihre Werte bezüglich Vielfalt zu vermitteln. Diese Kommunikation sollte sowohl intern für Mitarbeitende als auch extern für Kunden und potenzielle Bewerber erfolgen. Doch oft klafft eine Lücke zwischen dem, was Führungskräfte kommunizieren, und dem, was Mitarbeitende tatsächlich erleben. Eine solche Diskrepanz kann zu Frustrationen führen, die das kollektive Wohl einer Organisation untergraben.

Mellany hat erkannt, dass sie durch ihre Rolle im Leverkusener Chapter von GROW: Growing Representation and Opportunities for Women bei Bayer aktiv zur Veränderung beitragen kann. Indem sie als „Kletterer“ auftritt, möchte sie nicht nur selbst an die Spitze kommen, sondern auch anderen Frauen den Weg ebnen. Ihre Teilnahme am Part-Time-MBA-Programm der WHU hat ihr nicht nur Resilienz, sondern auch Selbstvertrauen geschenkt und ihre Ambitionen zur Gründerin hervorgebracht.

Ein Beitrag zur Zukunft Afrikas

Mit einem starken Wunsch, einen sozialen Beitrag in Afrika zu leisten, sieht Mellany großes Potenzial im Bildungssektor. Ihre Leidenschaft für MINT-Fächer und das Ziel, die nachhaltigen Entwicklungsziele, speziell SDG4, zu fördern, treiben sie an. Ihre Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen, insbesondere der UNESCO, fokussiert sich auf die Ausbildung junger Menschen in technischen Fähigkeiten, was die Brücke zu einer besseren Zukunft schlagen soll.

Nicht nur bei Bayer, sondern auch in ihrer Rolle als Repräsentantin Afrikas beim 10. Internationalen Forum der NGOs in Moskau hat sie eindrucksvoll aufgezeigt, wie wichtig es ist, Gehör zu finden und die Herausforderungen, mit denen der Kontinent konfrontiert ist, anzusprechen. Mellany Metah Rombosia ist ein lebendiges Beispiel für die Stärke, die im Aufeinandertreffen unterschiedlicher Perspektiven und der Förderung von Vielfalt liegt. Damit trägt sie zur Schaffung einer inklusiveren und gerechteren Gesellschaft bei, die für alle von Nutzen ist.