Die Otto-Friedrich-Universität Bamberg hat sich seit mehreren Jahren dem Umweltmanagementsystem EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) verschrieben, um ihre Nachhaltigkeitsziele systematisch voranzutreiben. Am 9. Februar 2026 wurde das Umweltmanagementsystem von unabhängigen Gutachtern geprüft und revalidiert, was die Hochschule als Vorreiter im Bereich nachhaltiger Universitäten in Bayern erneut bestätigt.

EMAS ist ein freiwilliges Instrument der Europäischen Union, das darauf abzielt, die Umweltleistung von Organisationen kontinuierlich zu verbessern. Die Universität Bamberg war die erste staatliche Hochschule in Bayern, die 2021 diesem System beigetreten ist. Laut umweltbundesamt.de erfordert ein wirksames Umweltmanagementsystem die systematische Erfassung aller relevanten Umweltaspekte einer Organisation. Dies schließt Lehre, Forschung und Campusmanagement ein.

Maßnahmen zur Verbesserung der Nachhaltigkeit

Die Universität Bamberg verfolgt mehrere Maßnahmen, um ihre Umweltziele zu erreichen. Zu den wichtigsten Aspekten zählen die systematische Erfassung und Auswertung des Energie- und Ressourcenverbrauchs ihrer Gebäude sowie die Nutzung von Photovoltaikanlagen zur Eigenstromerzeugung. Zudem fördert die Universität Homeoffice und nutzt einen elektrifizierten Fuhrpark, der E-Autos sowie Dienst- und Lastenfahrräder umfasst. Auch klimafreundliche Alternativen bei Dienstreisen werden prioritär behandelt.

Die Maßnahmen zur Nachhaltigkeit der Universität beinhalten auch den Einsatz von Recyclingpapier, digitale Prozesse zur Reduktion von Papierverbrauch, Abfalltrennung und Wassersparmaßnahmen. Im Mai 2026 ist eine Validierung nach WeImpact geplant, einem integrierten Nachhaltigkeitsmanagementsystem, das soziale Fragestellungen berücksichtigt und die bestehenden Strukturen systematischer zusammenführen soll.

Gesellschaftliche Verantwortung und Zertifizierungen

Die Universität Bamberg hat bereits ein betriebliches Gesundheitsmanagement etabliert, ist als Fairtrade University zertifiziert und verfolgt ein Diversity-Konzept. Diese Aspekte sind nicht nur Teil der EMAS-Anforderungen, sondern auch Bestandteil der CSRD (Richtlinie (EU) 2022/2464), die eine transparente und vergleichbare Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen fördern soll.

Gemäß emas.de können die EMAS-Umwelterklärungen um die Anforderungen der European Sustainability Reporting Standards (ESRS) erweitert werden, die ab 2025 geltend sein werden. EMAS-Organisationen müssen alle geltenden Umweltvorschriften kennen und einhalten, was durch interne Audits und externe Validierungen erfolgt.

Insgesamt zeigt die Universität Bamberg mit ihrem Engagement für Nachhaltigkeit und Umweltschutz, dass sie eine Vorreiterrolle in der Umsetzung von EMAS in der Hochschullandschaft einnimmt. Ihre Bestrebungen stehen im Einklang mit den europäischen Zielsetzungen zur Forcierung von Umweltbewusstsein und der Förderung eines nachhaltigen Wirtschaftsansatzes.