Am 14. Februar 2026 wurde die TUM Security and Defense Alliance ins Leben gerufen, eine bedeutende Initiative, die den Großraum München als zentralen Standort für Forschung und Innovation in der Sicherheits- und Verteidigungswirtschaft stärken soll. Laut der Technischen Universität München zielt die Allianz darauf ab, bestehende Kompetenzzentren in der Region zu verbinden und intensiv zu fördern.
Zu den Partnern der Allianz zählen namhafte Institutionen wie die Universität der Bundeswehr München, Airbus Defence and Space GmbH sowie Diehl Defence GmbH & Co. KG. Auch innovative Unternehmen wie Neuraspace und Quantum-Systems GmbH sind Teil der Allianz. Diese breite Partnerschaft umfasst alle relevanten Bereiche der Verteidigungswirtschaft, wie Luft-, Raumfahrt, Land- und Seeoperationen sowie Cyber- und Informationsraum.
Ein innovationsökosystem für europäische Sicherheit
Professor Thomas F. Hofmann, Präsident der TUM, betont die Notwendigkeit, ein Innovationsökosystem für europäische Sicherheit zu schaffen. Professorin Eva-Maria Kern von der UniBw München hebt die Expertise ihrer Institution in der Sicherheitsforschung hervor, während Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume die Allianz als technologischen Mittelpunkt für die Sicherheit in Europa beschreibt.
Die Initiative zielt darauf ab, die Zusammenarbeit zwischen Grundlagenforschung und der Gründung neuer Start-ups zu stärken. Professor Chiara Manfletti, die Koordinatorin der Allianz, berichtet von der geplanten Struktur, die darauf abzielt, Forschung, Entwicklung und deren praktische Umsetzung im Verteidigungsbereich zu fördern.
Strategische Initiativen und Investitionen
Im Kontext zur Schaffung der Allianz hat der Beraterkreis des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie ein Strategiepapier veröffentlicht. Dieses trägt den Titel „Eine neue Strategie für Verteidigungswirtschaft, Technologieführerschaft und Wachstum“, wie die Bundeswirtschaftsministerium berichtet. Das Papier hebt die Verknüpfung von Sicherheitspolitik und Wirtschaftspolitik in Zeiten wachsender geopolitischer Spannungen hervor.
Es wird betont, dass strategische Hebel wie Energie, Daten, Rohstoffe und Technologie für die europäische Souveränität in Schlüsselbereichen wie Künstliche Intelligenz und Drohnentechnologie entscheidend sind. Die Allianz könnte auch im Rahmen dieses Strategiepapiers als Katalysator für den technologischen Fortschritt in Europa fungieren.
Ein zusätzliches Element für die Stärkung des Sektors ist die Einführung der Programmlinie „EIF German Equity“. Hierbei steht ein Gesamtvolumen von über zehn Milliarden Euro zur Verfügung, um private Investitionen in Zukunftstechnologien zu mobilisieren und Deutschland als führenden Venture-Capital-Standort in Europa zu stärken. Gitta Connemann, Parlamentarische Staatssekretärin, kündigt Investitionen von 1,6 Milliarden Euro an, um private Kapitalgeber zu gewinnen und die Eigenkapitalbasis innovativer Unternehmen zu unterstützen.
Mit der TUM Security and Defense Alliance bündeln Partner ihre Kräfte, um Bayerns Rolle als Hochtechnologiestandort zu festigen und einen bedeutenden Beitrag zur europäischen Sicherheit zu leisten.