Zum 20. März 2026 hat Berlin eine neue Förderrunde im Rahmen des Berliner Startup-Stipendiums ins Leben gerufen, die sich gezielt an Teams richtet, die innovative Lösungen für Herausforderungen in der demokratischen Resilienz, gesellschaftlichen Stabilität und nachhaltigen Entwicklung entwickeln möchten. Rund 8 Millionen Euro werden hierfür bereitgestellt, überwiegend finanziert durch die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe des Landes Berlin sowie den Europäischen Sozialfonds, wie der Freien Universität Berlin berichtet.
Dieses Programm betont den Transfer von Forschungsergebnissen in marktfähige Anwendungen und zielt darauf ab, den Innovationsraum Berlins weiter zu stärken. Es wird in insgesamt elf Runden durchgeführt, wobei jede Runde zwischen sechs und zwölf Monate dauert. Geförderte Teams erhalten eine monatliche Unterstützung von 2.500 Euro pro Teammitglied, was die Weiterentwicklung bestehender Prototypen bis hin zur Vorbereitung für den Markteintritt ermöglicht.
Förderung und Unterstützung für Start-ups
Das Berliner Startup-Stipendium unterstützt die Teams durch die Möglichkeit, Beratungstermine bei „Science & Startups“ zu buchen, einem Gründungszentrum der Berlin University Alliance, die die Freie Universität, die Humboldt-Universität zu Berlin, die Technische Universität Berlin sowie die Charité – Universitätsmedizin Berlin umfasst. Das Hauptziel dieser Initiative ist die Überführung exzellenter Forschungsergebnisse in innovative, gesellschaftlich relevante Start-ups.
Im Rahmen der vorherigen Förderrunde, die von Juli 2023 bis November 2025 lief, wurden 38 Teams sowie 137 Stipendiat*innen unterstützt. Die Förderung wird als eine bedeutende Stütze für die Entwicklung von Start-ups angesehen, die eine Schlüsselrolle in Berlins Innovationslandschaft spielen sollen, um die gesellschaftlichen Herausforderungen zu meistern.
Zusätzliche Initiativen zur Stärkung der Gründungskultur
Parallel zu diesen Entwicklungen hat Berlin auch Erfolge im EXIST-Leuchtturmwettbewerb der Bundesregierung erzielt. Wie die Zeit berichtet, wurde die neu gegründete Start-up-Fabrik „Unite“ für die Metropolregion als eines von zehn bundesweit geförderten Projekten ausgezeichnet. Unite erhält eine Förderung von 10 Millionen Euro über fünf Jahre, um technologiegetriebene Gründungen aus der Wissenschaft zu unterstützen, insbesondere in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Gesundheit und grüne Technologien.
Der geplante Start von Unite ist für Anfang 2026 angesetzt, und der Regierende Bürgermeister Berlins, Kai Wegner, plant, die Anzahl der wissenschaftsbasierten Gründungen zu erhöhen, mit dem ambitionierten Ziel, ab 2030 täglich ein neues Start-up zu gründen. Der Senat beabsichtigt zudem eine neue IP-Strategie, um den Technologietransfer aus Wissenschaftseinrichtungen zu Start-ups zu beschleunigen, mit maximalen Bearbeitungszeiten von drei Monaten.
Das Engagement Berlins hat auch private Investoren angezogen, darunter die Berliner Sparkasse und Unternehmen wie Bayer und Deutsche Telekom, wodurch die Gesamtfinanzierung auf über 10 Millionen Euro ansteigt. Der Aufsichtsratsvorsitzende von Unite, Thomas Heilmann, hebt hervor, dass es darum geht, aus Forschung die Marktführer von morgen zu formen. Trotz der Herausforderungen, wie der Rückgang der Gründerzahlen in Deutschland, sieht die Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey die Förderentscheidung des Bundes als eine einmalige Chance, Berlin zur Innovationsmetropole Nummer eins in Europa zu entwickeln.