Am 14. Februar 2026 startet der Berlin Science Survey (BSS) eine umfassende Erhebung, die sich mit den Rahmenbedingungen für gute Forschung beschäftigt. Diese Untersuchung wird durchgeführt vom Robert K. Merton Zentrum für Wissenschaftsforschung (RMZ) an der Humboldt-Universität zu Berlin und ist Teil der Berlin University Alliance (BUA). Ziel ist es, den kulturellen Wandel im Berliner Forschungsraum zu analysieren und zu unterstützen.
Der zentrale Fokus der aktuellen Erhebung liegt auf den Auswirkungen von Anreizsystemen, Transferanforderungen und Steuerungslogiken auf Forschungspraktiken, Motivation und Forschungsqualität. Wissenschaftler*innen aus Universitäten, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Hochschulen im Berliner Raum stehen im Mittelpunkt der Befragung. Ein fächerspezifischer Ansatz soll dabei die unterschiedlichen Reaktionen der Disziplinen auf politische und institutionelle Rahmenbedingungen sichtbar machen. fu-berlin.de berichtet, dass die Ergebnisse der Erhebung der BUA als empirische Grundlage für strategische Maßnahmen zur Stärkung von Forschungsqualität, Kooperation und Transfer dienen sollen.
Unterstützung für Wissenschaft und Politik
Die Erhebung zielt darauf ab, Hochschulleitungen, Wissenschaftsmanagement und politische Entscheidungsträger in der passgenauen Ausrichtung von Steuerungsinstrumenten zu unterstützen. Im Rahmen der aktuellen Untersuchung werden thematische Fragen zu Wissenstransfer, Anreizstrukturen und Forschungskulturen vertieft. Die Ergebnisse sollen in den kommenden Monaten ausgewertet und veröffentlicht werden. Auch sind weitere Erhebungsrunden geplant, um die Entwicklungen im Berliner Forschungsraum langfristig zu beobachten.
Wissenschaftler*innen in Berlin wurden per E-Mail zur Teilnahme eingeladen, jedoch können sich auch andere Interessierte an das Survey-Team wenden. Die Teilnahme von Forscher*innen aller Fachrichtungen und Karrierestufen wird ausdrücklich erwünscht. Diese Regelmäßigkeit der Befragungen ist seit 2022 gegeben, wobei die größte Erhebungsrunde im Jahr 2024 mit insgesamt 2.767 Teilnehmenden durchgeführt wurde.
Ergebnisse und Ausblick
Bereits veröffentlichte Ergebnisse des BSS zeigen durchweg positive Bewertungen von Kooperationen und der Forschungsqualität im Berliner Forschungsraum. Rund 60 % der Befragten sehen die BUA als Treiber der Internationalisierung, während 67,4 % das Engagement für Open Science positiv bewerten. Die Analyse stellte zudem signifikante fachspezifische Unterschiede im Umgang mit Transferanforderungen, Leistungsbewertungen und zeitlichen Ressourcen fest. Trotz dieser Differenzen zeigt die stabile Beteiligung über mehrere Erhebungswellen hinweg die Relevanz des Surveys für Forschende sowie strategische Entscheidungsprozesse an.
Die BUA, bestehend aus der Freien Universität Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin, der Technischen Universität Berlin und der Charité – Universitätsmedizin Berlin, verfolgt das Ziel, Berlin als führenden Wissens- und Innovationsraum weltweit zu positionieren. Die Erhebung und weitere Forschungen werden gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie vom Land Berlin im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern.