Die Universität Bielefeld hat einen bedeutenden Erfolg erzielt: Sie wurde von der Europäischen Union mit dem Titel „Sustainable Gender Equality Champion“ ausgezeichnet. Diese Ehrung wurde am 3. Februar 2026 in Brüssel im Rahmen einer feierlichen Zeremonie an Prorektorin Professorin Dr. Michaela Vogt und stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte Siân Birkner überreicht. Die Auszeichnung würdigt die langjährige, strategisch fundierte Gleichstellungsarbeit der Hochschule und verdeutlicht ihr Engagement für Geschlechtergerechtigkeit.
Als erste deutsche Hochschule, die diesen Ehrentitel erhält, wird die Universität Bielefeld von der EU als Vorreiterin in Sachen Gleichstellung gefeiert. Die Institution hat sich in ihrer Bewerbung als eine der ersten Hochschulen seit den 1980er Jahren positioniert, die Gleichstellung strukturell verankert. Dies hat sich nicht nur in der Politik, sondern auch in der Förderung von Frauen in akademischen Führungspositionen niedergeschlagen.
Beeindruckende Fortschritte in der Gleichstellung
Die Universität belegt seit über einem Jahrzehnt Spitzenplätze in deutschen Gleichstellungsrankings und verschiedenen Wettbewerbsprogrammen. Ein herausragendes Beispiel für ihren Fortschritt ist der Anstieg des Professorinnenanteils, der von 16% im Jahr 2003 auf 38% im Jahr 2023 gestiegen ist. Dies zeugt von der festen Integration der Gleichstellungsziele in die Hochschulstrategie.
Ein wichtiges Mittel zur Förderung von Hochschulangehörigen ist das Mentoring-Programm „movement“, das seit 15 Jahren institutionalisiert ist und rund 600 Mentees gefördert hat. Darüber hinaus hat die Universität aktuell 10 Professuren mit Gender-Denominationen in ihrem Angebot. Zahlreiche weitere Professuren beschäftigen sich intensiv mit Genderthemen, was zur Diversität und Inklusion innerhalb der Institution beiträgt.
Internationale Anerkennung und Förderung
Die Universität Bielefeld lädt zudem seit 2012 jährlich Gender-Gastprofessorinnen ein, um wissenschaftliche Impulse zu setzen und den Austausch über Geschlechterfragen zu fördern. Ein markantes Zeichen für den fortschreitenden Wandel ist die Ernennung von Professorin Dr. Angelika Epple als erste Rektorin der Universität im Jahr 2023, die die Geschlechtergerechtigkeit zusätzlich vorantreibt.
Das Professorinnenprogramm der Universität wurde viermal positiv bewertet und zuletzt mit dem Prädikat „Gleichstellungsstarke Hochschule“ ausgezeichnet. Diese kontinuierliche Bestätigung und die Vergabe der Auszeichnung „Gender Equality Champion“ in der Kategorie für nachhaltige Gleichstellung seit 2022 durch die EU hebt Bielefeld in eine Gruppe mit Preisträgerinnen aus Ländern wie Spanien, Schweden, Frankreich, Irland und Polen hervor.
| Preisträger 2022 |
|---|
| Spanien |
| Schweden |
| Frankreich |
| Irland |
| Polen |
Die Auszeichnung ist nicht nur eine Ehre, sondern auch mit einem Geldpreis von 100.000 Euro verbunden, der in die laufenden Gleichstellungsaktivitäten der Universität investiert wird. Diese Förderung ermöglicht es der Universität, ihre Initiativen zur Geschlechtergerechtigkeit weiter auszubauen und das Engagement für Chancengleichheit auf ein neues Level zu heben.
Insgesamt zeigt die Auszeichnung der Universität Bielefeld, wie wichtig und wirksam Strategien zur Förderung der Gleichstellung in Bildungseinrichtungen sind. Die engagierte Arbeit und die nachhaltigen Ergebnisse, die die Hochschule erzielt hat, schaffen nicht nur einen Mehrwert für ihre Mitglieder, sondern setzen auch ein starkes Zeichen in der akademischen Landschaft.