Am 14. Februar 2026 fand im Rahmen eines Thementages des NDR eine bedeutende Diskussion über die zukünftige Gestaltung von Schulen in Deutschland statt. Experten wie Prof. Dr. Simone Abels und Prof. Dr. Marc Kleinknecht von der Leuphana Universität Lüneburg teilten ihre Einsichten zu den Herausforderungen und Chancen im Bildungsbereich.

Prof. Dr. Abels, Professorin für Didaktik der Naturwissenschaften, betonte die essentielle Verbindung zwischen Lernmotivation und der Gestaltung des Unterrichts. Sie hob hervor, dass es besonders in den Naturwissenschaften wichtig sei, an der Lebenswelt der Schüler*innen anzuknüpfen, um Interesse zu wecken. Dies erfordere aktive und ansprechende Lernprozesse, die sich nicht nur auf formale Leistungserwartungen konzentrieren. Ihr Appell an eine aktivere Lehrmethodik steht im Einklang mit den Herausforderungen, die die Inklusion in Deutschland mit sich bringt.

Inklusion als große Baustelle

Abels beschreibt die Inklusion als eine „große Baustelle“ in der deutschen Bildungspolitik. Ihrer Meinung nach fehlt es nicht nur an personellen und strukturellen Ressourcen, sondern auch an einer gemeinsamen Haltung, um Vielfalt im Schulalltag produktiv zu gestalten. Diese Einschätzung wirft ein Licht auf die dringende Notwendigkeit, die Rahmenbedingungen für die Integration aller Schüler*innen zu verbessern.

Ein weiterer wichtiger Akteur im Gespräch war Prof. Dr. Marc Kleinknecht, Professor für Schulpädagogik und Schulentwicklung. Er machte deutlich, dass Schulentwicklung nicht allein durch neue Strukturen oder Reformgesetze erreicht werden kann. Vielmehr sind die Menschen im System – Lehrkräfte, Schulleitungen und pädagogische Teams – entscheidend für Veränderungsprozesse in Schulen.

Schlüsselkomponenten für erfolgreiche Schulentwicklung

Kleinknecht betonte die Notwendigkeit professioneller Zusammenarbeit und gemeinsamer Visionen als Schlüsselkomponenten für den Erfolg von Schulentwicklungsmaßnahmen. Darüber hinaus forderte er eine theorie- und kompetenzorientierte Lehrer*innenausbildung, die praxisnah gestaltet ist. Die Ausbildung sollte nicht mit dem Referendariat enden; vielmehr sind kontinuierliche Fortbildungsmöglichkeiten für Lehrkräfte unerlässlich, um die Schule zeitgemäß zu gestalten.

Insgesamt verdeutlichen die Beiträge von Abels und Kleinknecht die komplexen Herausforderungen und Chancen, die in der deutschen Bildungslandschaft bestehen. Die Verbindung zwischen Theorie und Praxis sowie das Engagement der Lehrkräfte stehen im Vordergrund der notwendigen Veränderungen, die es zu bewältigen gilt.

Für Interessierte bietet die Leuphana Universität weiterführende Informationen zu diesen Themen und ermöglicht Einblicke in die aktuellen Diskussionen rund um die Schulentwicklung.