Am 12. Februar 2026 wurde ein bedeutender Schritt zur Stärkung des klinisch-wissenschaftlichen Nachwuchses in Bonn unternommen. Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung bewilligte die Förderung des neuen Promotionskollegs „IMMUNE PILOT“ mit einem Betrag von 900.000 Euro. Dieses Kolleg ist eine spannende Initiative der Universität Bonn und des Universitätsklinikums Bonn (UKB), die darauf abzielt, Medizinstudierende verstärkt an die Verbindung von Forschung und Patientenversorgung heranzuführen. Zielgruppen sind vor allem angehende Ärztinnen und Ärzte, die auf eine Laufbahn als Clinician Scientist vorbereitet werden sollen. Das Kolleg wird geleitet von den erfahrenen Forschern Prof. Kaan Boztug und Prof. Anne-Katrin Pröbstel, die beide am UKB tätig sind.
Was genau erwartet die Teilnehmenden? Das Promotionskolleg „IMMUNE PILOT: Analyse immunvermittelter Pathologien in verschiedenen Geweben und Lebensdauer für gezielte Immuninterventionen“ bietet nicht nur eine Vielzahl spannender Forschungsprojekte, sondern auch eine hervorragende Forschungsinfrastruktur. So profitieren die Teilnehmer von Einrichtungen wie dem Bonn Technology Campus, dem DFG-Exzellenzcluster ImmunoSensation³ und dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) in Bonn. Hier wird an innovativen Ansätzen geforscht, die sich mit immunologischen und neurobiologischen Mechanismen über die gesamte Lebensspanne beschäftigen, angefangen von der Kinder- und Jugendmedizin bis hin zur Erwachsenenmedizin.
Individuelle Betreuung und internationales Netzwerk
Ein wichtiges Merkmal des Programms ist die enge individuelle Betreuung der Teilnehmenden. Es wird ein strukturiertes Qualifizierungskonzept angeboten, das ein flexibles Curriculum mit methodischen Trainings, Seminaren und wichtigen wissenschaftlichen Schlüsselkompetenzen umfasst. Ergänzend kommen Mentoring und internationale Austauschmöglichkeiten hinzu, die den angehenden Medizinerinnen und Medizinern eine umfassende Ausbildung in der klinisch-wissenschaftlichen Forschung ermöglichen.
Die Teilnehmenden durchlaufen eine intensive 12-monatige Vollzeitforschungsphase, gefolgt von einer studienbegleitenden Fortführung. Neben der Universität Bonn und dem UKB wird das Kolleg auch von einem interdisziplinären Team aus Clinician Scientists und Naturwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern unterstützt, darunter mehrere ERC-Geförderte. Mit Partnern wie dem Immunology Frontier Research Center (IFReC) der Osaka University und dem Bonn-Cumming Program for Host-directed Therapies der University of Melbourne wird die internationale Vernetzung weiter gestärkt.
Der Kontext der medizinischen Forschung in Deutschland
Die Entwicklung des „IMMUNE PILOT“-Kollegs passiert in einem dynamischen Umfeld, in dem die medizinische Forschung in Deutschland gut aufgestellt ist, um verschiedene Herausforderungen zu meistern. Laut dem Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) liefert exzellente und vernetzte Forschung Erkenntnisse über Gesundheit und Krankheit und spielt eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung neuer Präventionsansätze sowie Diagnostik- und Therapieverfahren. Angesichts der anhaltenden Herausforderungen von Infektionskrankheiten und nicht übertragbaren Krankheiten ist die Förderung von Nachwuchswissenschaftlern wie jenen des „IMMUNE PILOT“-Kollegs von großer Bedeutung.
Insgesamt verbindet das Promotionskolleg die Forschung mit der klinischen Anwendung und trägt damit zur Schaffung eines innovativen Gesundheitsumfelds bei. Es ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie wissenschaftliche Förderung dazu beitragen kann, den medizinischen Nachwuchs in Deutschland zu stärken und die Zukunft der Gesundheitsversorgung aktiv zu gestalten.
Für weitere Informationen über dieses neue Programm besuchen Sie die Webseite der Universität Bonn, oder lesen Sie mehr auf Medizin NRW und dem Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt.