Josephine Stark von der Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane (MHB) hat bei der DGKJ-Forschungstagung in Frankfurt/Main für Aufsehen gesorgt. Sie wurde mit dem zweiten Platz des Abstractpreises ausgezeichnet, welcher mit 500 Euro dotiert ist. Diese prestigeträchtige Auszeichnung erhielt sie für ihre Präsentation ihrer Forschungsarbeit, die im Rahmen der Arbeitsgruppe Medizin und Gesellschaft entstand.

Die Tagung fand vom 5. bis 7. März 2026 statt und hatte das Motto „Forschen für die Kindergesundheit: Wissen vernetzen, Gesundheit gestalten“. Rund 50 Nachwuchswissenschaftler*innen aus der Kinder- und Jugendmedizin nahmen an der Fortbildung teil, die sich durch ein umfangreiches Programm aus Impulsvorträgen zur pädiatrischen Forschung sowie Workshops zur Vertiefung wissenschaftlicher Methoden auszeichnete. Die Voraussetzung für die Teilnahme war die Einreichung eines wissenschaftlichen Abstracts.

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Würdigung der Forschung

Dr. med. Stefan Reinsch, der die Arbeitsgruppe leitet, lobte den Präsentationsstil von Stark sowie ihre Begeisterung für das Forschungsprojekt. Dies verdeutlicht das Engagement, welches die MHB im Bereich der Kinder- und Jugendmedizin fördert. Prof. Stefanie Oess hob die Wichtigkeit des Wissenschaftspraktikums im Brandenburger Modellstudiengang Medizin (BMM) für die Ausbildung künftiger Mediziner hervor. Prof. Olaf Ahlers ergänzte, dass diese Auszeichnung auch die Integration wissenschaftlichen Arbeitens in das Curriculum der MHB bestätigt.

Das prämierte Forschungsprojekt trägt den Titel „Der Einfluss gelebter Erfahrungen auf die reproduktive Entscheidungsfindung von Menschen mit Mukoviszidose“. Es untersucht, wie Personen mit Mukoviszidose ihre Familienplanung gestalten und welche persönlichen Lebenserfahrungen bei dieser Entscheidungsfindung eine Rolle spielen. Hintergrund dieser Forschung sind die medizinischen Fortschritte, die die Lebensperspektiven von Menschen mit Mukoviszidose erheblich verbessert haben, und der Anstieg der Schwangerschaftszahlen in dieser Gruppe.

Methodik und Ziele der Studie

Die Grundlage der Studie bilden qualitative Interviews mit Betroffenen sowie Mitgliedern der Behandlungsteams. Ziel dieser Interviews ist es, die Faktoren zu verstehen, die die reproduktive Entscheidungsfindung beeinflussen, sowie die spezifischen Unterstützungsbedarfe der Betroffenen zu identifizieren. Solche Erkenntnisse sind entscheidend, um eine maßgeschneiderte Unterstützung und gezielte Hilfsangebote für Menschen mit Mukoviszidose zu entwickeln.