Am 27. Februar 2026 fand im Brandenburgischen Landtag ein parlamentarischer Abend statt, der den Austausch zwischen Abgeordneten, Professor*innen, Mitarbeitenden und Studierenden der Medizinischen Hochschule Brandenburg (MHB) zum Ziel hatte. Die Veranstaltung umfasste verschiedene Themen, darunter die medizinische Versorgung, Zahnmedizin, Wissenschaft und Forschung, sowie Alumni-Angelegenheiten. Ein besonderes Highlight war das Skills Lab, in dem die Teilnehmer die Möglichkeit hatten, praktische Fähigkeiten an Simulationspuppen zu erlernen. Dies fördert nicht nur die praktische Ausbildung der Studierenden, sondern stärkt auch den Bezug zur späteren Berufspraxis.

Landtagspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Liedtke äußerte während der Veranstaltung Besorgnis über die Unsicherheiten, die viele Studierende hinsichtlich der Sicherheit ihres Studiengangs und ihrer beruflichen Zukunft empfinden. Ein zentraler Punkt des Abends war zudem die Haushaltsplanung für 2025/2026, die eine geplante Reduzierung der Landesmittel für die MHB von 6,6 Millionen Euro auf 5 Millionen Euro vorsieht. Diese sollen aber für 2025 wieder auf 6,6 Millionen Euro angehoben werden, ehe im Jahr 2026 ein Betrag von 6 Millionen Euro bereitgestellt wird. Die MHB erhält jedoch keine institutionelle Grundfinanzierung, sondern lediglich projekt- und zweckgebundene Mittel.

Studierende und deren Einfluss auf die Gesundheitsversorgung

Der Präsident der MHB, Prof. Hans-Uwe Simon, berichtete, dass derzeit 122 Medizinstudierende an der Hochschule eingeschrieben sind, die zur medizinischen Versorgung in Brandenburg beitragen. Etwa 60% der Absolvent*innen der MHB bleiben in der Region und füllen dort dringend benötigte Stellen im Gesundheitswesen aus. Wissenschaftsministerin Manja Schüle wurde während der Veranstaltung zur Wissenschaftsministerin des Jahres gekürt, was die Bedeutung der Hochschulbildung unterstreicht.

Gesundheitsministerin Britta Müller besuchte ebenfalls die MHB und zeigte sich als Unterstützerin einer praxisnahen Ausbildung. Sie stellte aus Lotto-Mitteln 50.000 Euro für das Skills Lab zur Verfügung. Die MHB bildet nicht nur Ärzt*innen, sondern auch Psychotherapeut*innen und Zahnärzt*innen aus, und wird als unverzichtbarer Bestandteil der brandenburgischen Hochschul- und Versorgungslandschaft angesehen. Das Konzept der Hochschule kombiniert theoretisches Wissen mit praktischen Fähigkeiten ab dem ersten Semester, was einen frühen Praxisbezug und regelmäßigen Kontakt zu Patient*innen ermöglicht.

Studium an der Medizinischen Hochschule Brandenburg

Der Brandenburger Modellstudiengang Medizin hat das Ziel, angehende Ärzt*innen sowohl fachlich als auch menschlich auf ihre berufliche Praxis vorzubereiten. Die MHB fördert die Studierenden nicht nur in verschiedenen Fachbereichen, sondern legt auch großen Wert auf eine wissenschaftlich fundierte Ausbildung, die sich an den Herausforderungen der Medizin von morgen orientiert. Die Studierenden haben die Möglichkeit, ohne Numerus Clausus (NC) an die MHB zu gelangen, wodurch die Persönlichkeit der Bewerber mehr zählt als nur deren Notendurchschnitt. Diese Herangehensweise unterstützt die MHB in ihrem Bestreben, eine herausragende Patientenversorgung in Brandenburg und darüber hinaus zu gewährleisten.

Insgesamt zeigt die Veranstaltung im Landtag die zentrale Rolle der MHB für die regionale medizinische Ausbildung und Versorgung. Mit einem praxisorientierten und wissenschaftsbasierten Ansatz setzt die Hochschule auf eine zukünftige Generation von Mediziner*innen, die gut vorbereitet in ihre berufliche Laufbahn starten werden. Für weitere Informationen und Details zu den Angeboten der MHB, kann auf die Seiten der UK Brandenburg und studieren.de zurückgegriffen werden.