Im Januar besuchten Mitglieder der Deputation für Wirtschaft und Häfen sowie die Hausspitze der Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation (SWHT) das innovative Wasserstoffprojekt hyBit in Bremen. An dieser Sondersitzung nahmen prominente Vertreter:innen wie Senatorin Kristina Vogt, Staatsrätin Maike Freese und Staatsrat Kai Stührenberg teil. Ziel des Meetings war es, tiefergehende Informationen über die Fortschritte der Wasserstoffprojekte sowie Forschungsfragen in der Region zu erhalten.
Während des Treffens wurde die Notwendigkeit betont, die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern durch Wasserstoff zu reduzieren. In diesem Kontext stellte Kristina Vogt heraus, dass der Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft nicht einfach linear zu planen sei. Stattdessen erfordere dies sowohl langfristige Koordination als auch kurzfristige Anpassungen, um den dynamischen Anforderungen gerecht zu werden.
Einblicke in aktuelle Wasserstoffprojekte
SWHT-Abteilungsleiter Hans-Georg Tschupke und Iven Krämer präsentierten mehrere aktuelle Wasserstoffprojekte in Bremen. Dazu zählt unter anderem der geplante Anschluss an das bundesweite Wasserstoffkernnetz. Dies ist ein entscheidender Schritt, um Bremen zu einem zentralen Akteur in der Wasserstoffwirtschaft zu machen und für die notwendigen Infrastrukturentwicklungen zu sorgen.
Das Projekt wird von Torben Stührmann, dem Gesamtkoordinator von hyBit und Leiter des Fachgebiets Resiliente Energiesysteme (FG RES), geleitet. Er informierte die Anwesenden über das Verbundprojekt und seine vielfältigen Synergiepotenziale. Die Universität Bremen spielt dabei eine zentrale Rolle, indem sie gemeinsam mit Partner:innen aus Wissenschaft und Industrie die Wechselwirkungen zwischen Wasserstoffproduktion, Logistik sowie Wärme- und Stromversorgung untersucht.
Innovative digitale Werkzeuge
Ein Highlight des Besuchs war die Besichtigung des Virtual Transformation Lab (VTL) des FG RES. Hier hatten die Gäste die Gelegenheit, digitale Werkzeuge des Projekts hyBit auszuprobieren. Das Lab nutzt digitale Zwillinge und eine interaktive Plattform, die es ermöglicht, komplexe soziotechnische Zusammenhänge langfristiger Transformationsprozesse sichtbar zu machen.
Dank dieser innovativen Ansätze wurde ein Raum geschaffen, in dem verschiedene Akteure gemeinsam Zukunftsszenarien für die bremische Energie- und Infrastrukturplanung gestalten können. Solche interdisziplinären Kooperationen sind von entscheidender Bedeutung, um die Herausforderungen der Energiewende effektiv zu adressieren und die nachhaltige Entwicklung in Bremen voranzutreiben.
Die Sondersitzung verdeutlichte die zahlreichen Möglichkeiten, die Wasserstoff als Energieträger für Bremen bieten kann, und stellte die Weichen für eine zukunftsfähige Energiepolitik, die sowohl ökonomische als auch ökologische Zielsetzungen vereint. Die hier gewonnenen Erkenntnisse werden eine wichtige Rolle in der weiteren Entwicklung der Wasserstoffwirtschaft in der Region spielen.
Für weitere Informationen über die Fortschritte im Wasserstoffbereich in Bremen besuchen Sie bitte uni-bremen.de.