Alena Witzlack-Makarevich wird im Wintersemester 2025/26 eine neue Position als Professorin für Allgemeine und vergleichende Sprachwissenschaft an der Universität Bremen antreten. Mit ihrer langjährigen Erfahrung und profundem Fachwissen bringt sie frischen Wind in den Fachbereich Sprach- und Literaturwissenschaft. Diese Berufung ist nicht nur eine persönliche Karriereetappe für die Forscherin, sondern auch ein bedeutender Gewinn für die Universität, die ihr Profil in der Sprachwissenschaft weiter schärfen möchte.
Witzlack-Makarevich promovierte 2011 an der Universität Leipzig und hat seither an verschiedenen renommierten Institutionen geforscht. Ihre akademische Laufbahn führte sie unter anderem an die Universität Zürich, die Universität Kiel und die Hebräische Universität Jerusalem. Diese Stationen erweiterten ihr Wissen und ihre Expertise in der sprachlichen Vielfalt und Variation der Weltsprachen erheblich. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf der Morphosyntax, also der Verbindung von Wortbau und Satzbau, sowie der mikrotypologischen Untersuchung von Sprachen.
Forschungsarbeiten und Engagement
Über die letzten zwei Jahrzehnte hat sich Witzlack-Makarevich intensiv der Dokumentation bedrohter Sprachen gewidmet. Sie hat zu sechs verschiedenen Sprachen aus drei verschiedenen Sprachfamilien in Afrika gearbeitet, was ihre Passion für den Erhalt sprachlicher Vielfalt unterstreicht. Zu den Sprachen, mit denen sie sich beschäftigt hat, gehören die Khoisan-Sprachen wie Khoekhoe aus Namibia und Nǁng aus Südafrika sowie Ruuli aus Uganda.
Witzlack-Makarevich hat zahlreiche Feldstudien durchgeführt, um Primärdaten zu diesen Sprachen zu sammeln. Ihr aktuelles Projekt konzentriert sich auf die Dokumentation und Beschreibung zweier unerforschter und stark bedrohter Sprachen an der Grenze zwischen Uganda und der Demokratischen Republik Kongo. Die Untersuchung von Sprachkontakt, Sprachwechsel und Mehrsprachigkeit ist ein zentrales Element ihrer Forschungsarbeit, welches das Verständnis über die dynamischen Wechselwirkungen zwischen den Sprachen fördert.
Technologische Ressourcen für Sprachen
Ein weiteres wichtiges Anliegen von Witzlack-Makarevich ist die Entwicklung elektronischer und pädagogischer Ressourcen für ressourcenarme Sprachen. Diese Arbeit trägt dazu bei, das Wissen über und den Zugang zu diesen Sprachen zu verbessern. Ihre Expertise ist in einer Zeit, in der viele Sprachen vom Aussterben bedroht sind, von unschätzbarem Wert für die Wissenschaft und die Gesellschaft.
Die Berufung von Alena Witzlack-Makarevich an die Universität Bremen ist nicht nur ein persönlicher Erfolg, sondern auch eine Chance für die Studierenden und die akademische Gemeinschaft, von ihrem reichen Erfahrungsschatz und ihrer Leidenschaft für die Sprachwissenschaft zu profitieren. Die Universität Bremen wird durch ihre Ankunft einen weiteren Schritt in Richtung einer stärkeren Verbindung von Forschung und Lehre in den sprachlichen Disziplinen machen. uni-bremen.de berichtet, dass …