Die Universität Bremen startet eine umfassende Beschäftigtenbefragung zu Arbeit und Gesundheit, die vom Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) verantwortet wird. Die Erhebung findet im Zeitraum vom 13. April bis 8. Mai 2026 statt und hat das Ziel, ein aktuelles Bild der Arbeitssituation der Mitarbeitenden zu erhalten. Dabei stehen sowohl belastende Arbeitsbedingungen als auch unterstützende Ressourcen im Fokus.
Die Teilnahmequote spielt eine entscheidende Rolle für die Aussagekraft der Befragung. Aus diesem Grund sind alle Mitarbeitenden der Universität eingeladen, an der Umfrage teilzunehmen. Das Ausfüllen des Fragebogens sollte etwa 20 Minuten in Anspruch nehmen. Zur Evaluation wird der speziell für Hochschulen entwickelte Bielefelder Fragebogen verwendet, der auf dem Sozialkapitalansatz basiert.
Struktur der Umfrage
Der Bielefelder Fragebogen ist in zwei Teile gegliedert. Der erste Teil umfasst 16 Themenblöcke, die sich mit Arbeitsbedingungen, Führungskultur, Zusammenarbeit und Konfliktmanagement befassen. Der zweite Teil konzentriert sich auf Arbeitsleistung, Fehlerquote, organisationale Bindung und Gesundheit.
Zu den Themen der Befragung zählen das Arbeitsklima, die internationale Zusammenarbeit und Erfahrungen mit Diskriminierung sowie das individuelle Gesundheitsempfinden. Anonymität ist ein zentrales Anliegen, da die Ergebnisse der Befragung anonymisiert an die Leitung und Verwaltung weitergegeben werden.
Die letzte Befragung fand im Jahr 2018 statt, und es wird davon ausgegangen, dass sich die Arbeitsbedingungen seitdem verändert haben. Nach der Auswertung sollen zentrale Handlungsfelder identifiziert und Maßnahmen entwickelt werden. Mitarbeitende sollen aktiv in den Prozess einbezogen werden, beispielsweise durch Workshops.
Erwartungen und Weiterentwicklung
Die ersten Ergebnisse der Befragung werden für den Sommer 2026 erwartet. In Vorbereitung auf künftige Herausforderungen und Veränderungen in der Arbeitswelt wird der Bielefelder Fragebogen laufend angepasst. Seit 2022 berücksichtigt er flexible Arbeitsmodelle. Eine besondere Rolle kommt zudem der Unternehmenskultur und der Führung zu, die entscheidend zur Gesundheit und zum Wohlbefinden der Mitarbeitenden beiträgt.
Zusammen mit dem Institut für Public Health und Pflegeforschung wird die Auswertung der Daten erfolgen; verschiedene Einrichtungen und Gremien sind in die Vorbereitung und Umsetzung der Befragung eingebunden. Künftige Erhebungen sind alle drei Jahre geplant, um den dynamischen Veränderungen in der Arbeitswelt gerecht zu werden und die Bedingungen kontinuierlich zu verbessern.