Am 27. Februar 2026 setzen die Bremischen Hochschulen ihr Engagement für Nachhaltigkeit fort. Im Rahmen des Verbundprojekts „Bremen Goes Sustainable“ (BreGoS) wird das Projekt nun für zwei weitere Jahre vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert. Die zweite Förderphase unter dem Titel BreGoS² hat das Ziel, eine tragfähige Struktur für mehr Nachhaltigkeit im Hochschulalltag zu entwickeln.

Beteiligt sind die Hochschule Bremen, die Hochschule Bremerhaven und die Universität Bremen, die gemeinsam Lösungen erarbeiten wollen, um den Hochschulbetrieb langfristig nachhaltiger zu gestalten. Auch soll das Projekt als Vorbild für andere Bildungseinrichtungen dienen. Die erste Phase hat bereits gezeigt, dass einfache Maßnahmen, wie die Gestaltung biodiversitätsfreundlicher Campusflächen und die Visualisierung von Energieverbräuchen, signifikante Wirkungen entfalten können.

Integration von Forschung und Praxis

In Reallaboren haben Studierende experimentell getestet, wie der Campus für nachhaltige Entwicklungen genutzt werden kann. BreGoS² fokussiert sich darauf, innovative Ansätze dauerhaft in die bestehenden Strukturen zu integrieren. Diese Ansätze beinhalten Schwerpunkte auf „Biodiversität und Aufenthaltsqualität im Außenraum“ sowie „Nachhaltiger Laborbetrieb“.

Alle Statusgruppen, von Studierenden über Forschende bis Mitarbeitenden, kommen in themenspezifischen Vernetzungsformaten, den sogenannten „Hubs“, zusammen. Dort erfolgt der Austausch von Erfahrungen, und es werden Hemmnisse identifiziert sowie konkrete Maßnahmen wie die energieeffiziente Steuerung der Laborlüftung entwickelt. Ziel bleibt, die Hubs als funktionierende Kompetenznetzwerke auszubauen, die auch nach dem Ende des Projekts fortgeführt werden.

Nachhaltige Bildung und gesellschaftlicher Nutzen

Ein zentrales Anliegen des Projekts ist die Verbindung von Forschung, Praxis und Lehre. Studierende arbeiten in interdisziplinären Teams an Lösungen für den Campus, und die Ergebnisse sollen in die Lehrangebote einfließen, um diese sichtbar zu machen. Zudem zielen die Projektansätze darauf ab, der Stadtgesellschaft und den benachbarten Quartieren zugutekommen.

Die Initiative fügt sich in den Kontext der bundesweiten Bestrebungen zur Förderung nachhaltiger Bildung ein. Die Bildungsserver.de hebt hervor, dass das Programm „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE 2030) eine wichtige Roadmap zur Förderung nachhaltiger Bildung bietet. Zudem wird im regelmäßigen Bericht der Bundesregierung zur BNE der Stand und die Entwicklung von Maßnahmen zur Umsetzung nachhaltig orientierter Bildungsinitiativen zwischen 2017 und 2021 analysiert.

In diesem Rahmen schafft BreGoS² langfristig einen wichtigen Rahmen für Klimaschutz, Ressourcenschonung und die Gestaltung lebenswerten Stadträume. Weitere Informationen sind auf bregos.de zu finden. Für Rückfragen steht Prof. Dr. Marko Rohlfs, Projektkoordinator an der Universität Bremen, telefonisch unter +49 421 218-62936 oder per E-Mail unter rohlfs1@uni-bremen.de zur Verfügung.