Die Fußgängerbrücke zwischen den Chemischen Instituten der Universität zu Köln und dem Landgericht wird abgerissen. Die Bauarbeiten beginnen am Mittwoch, dem 21. Januar 2026, und sind Teil eines umfassenden Neubauprojekts für die Chemischen Institute an der Greinstraße. Die Entscheidung, die Brücke abzureißen, wurde auch aufgrund ihrer mangelhaften Barrierefreiheit getroffen, die den heutigen Anforderungen nicht mehr entspricht. In der Vergangenheit stellte die Brücke ein Hindernis für Lkw dar, die zur Baustelle fahren mussten, und das Abreißen der Rampe im Jahr 2024 war der erste Schritt in diesem Prozess.

Die Arbeiten an der Brücke führen zu einer Sperrung der Fahrspuren auf der Luxemburger Straße über ca. 100 Meter in beiden Fahrtrichtungen. Das gilt sowohl für den stadteinwärts als auch für den stadtauswärts führenden Verkehr. Auch die Linksabbiegespur unter der Brücke wird gesperrt. Umleitungen sind bereits ausgeschildert. Diese Maßnahmen bleiben bis zum Ende der Bauarbeiten am Donnerstag, den 12. Februar 2026, bestehen. Die Arbeiten finden sowohl tagsüber als auch nachts statt, um so schnell wie möglich voranzukommen.

Bau von modernen Einrichtungen

Nach Abschluss der Bauarbeiten wird eine barrierefreie Querung der Luxemburger Straße durch einen ebenerdigen Übergang möglich sein. Der neue Baukomplex der Chemie soll moderne Studien-, Forschungs- und Arbeitsbedingungen schaffen. Diese Verbesserung ist auch ein Schritt in Richtung einer besseren Energie- und Klimabilanz der Universität. Im Rahmen dieses Projekts plant die Universität Köln, eine Ersatztreppe zu bauen, um die Brücke ab Ende April 2026 wieder passierbar zu machen.

Dennoch wird die Fußgängerbrücke zwischen Landgericht und Greinstraße von Mitte März bis Ende April nicht in voller Länge passierbar sein. Während dieser Zeit werden auch Einschränkungen für Fußgänger bestehen, insbesondere für diejenigen, die von der Seite des Landgerichts zur KVB-Haltestelle „Weißhausstraße“ gelangen möchten. Die Überquerung der Luxemburger Straße von der Greinstraße aus wird in diesem Zeitraum nicht möglich sein. Stattdessen wird eine Umleitung über den ebenerdigen Fuß- und Radweg an der Kreuzung Luxemburger Straße/Universitätsstraße geschaffen.

Engagement für Barrierefreiheit

Im Kontext dieser Bauvorhaben ist das Engagement für Barrierefreiheit von besonderer Bedeutung. Der Arbeitskreis barrierefreies Köln, der seit über 20 Jahren aktiv ist, setzt sich für den Abbau von Barrieren in der Stadt ein. Hier arbeiten bis zu 15 Mitglieder, sowohl mit als auch ohne Behinderungen, daran, die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen zu fördern. Sie bringen ihre Erfahrungen aus verschiedenen Berufsfeldern ein, um eine barrierefreie Gestaltung des öffentlichen Raums und des Nahverkehrs zu gewährleisten.

Der Arbeitskreis ist außerdem Ansprechpartner für städtische Baumaßnahmen und vertritt die Interessen behinderter Menschen in regelmäßigen Anhörungen, die eine Voraussetzung für Zuschüsse von Landes- und Bundesmitteln sind. KVB muss bei ihren Planungen zur Barrierefreiheit Rücksicht auf die Bedürfnisse der Bürger nehmen, etwa in Bezug auf Bahnsteige, Aufzüge und Kundenkommunikation.

Die Universitätsgemeinschaft und die Stadt Köln streben mit diesen Projekten nicht nur eine modernisierte Infrastruktur, sondern auch eine verbesserte Lebensqualität für alle Bürger an, insbesondere für Menschen mit Behinderungen. Das gesamte Vorhaben wird sowohl die Studierenden als auch die Anwohner in der Umgebung der Universität erheblich betreffen.

Für weitere Informationen zu den Bauarbeiten und dem Engagement für Barrierefreiheit verweisen wir auf die Berichterstattung von uni-koeln.de, ksta.de sowie stadt-koeln.de.