Am 10. April 2026 gratuliert die Bucerius Law School drei ihrer Studierenden, die erfolgreich an der renommierten Games Industry Law Summit Legal Challenge teilnahmen. In einem internationalen Wettbewerb, der juristische Fragestellungen im Bereich des Computerspielrechts behandelt, belegte das Team den zweiten Platz. Die Teammitglieder Amon Schmieder (Jahrgang 2023), Keanu Kablitz (Jahrgang 2025) und die neuseeländische Austauschstudentin Emma Blackwood beeindruckten die Organisatoren mit ihrer Leistung und erhielten zudem den Preis für den besten Beklagtenschriftsatz sowie für den besten Teamnamen.
Das Finale wurde von den Organisator:innen als „die beste Verhandlung, die sie seit neun Jahren gesehen haben“ gelobt. Die Bucerius Law School konnte sich somit in einem hochkarätigen Umfeld behaupten, in dem 21 Teams teilnahmen. Der Wettbewerb thematisierte einen fiktiven Vertragsstreit zwischen einem Videospielentwickler und einem Software-Tools-Unternehmen. Ein Entwicklerstudio, das ein neues Spiel über Whatsapp anbietete, wurde zuvor informell von einem Publisher abgelehnt und suchte daraufhin die Zusammenarbeit mit einer Drittpartei.
Besondere Auszeichnungen und Einladungen
Im Rahmen des Wettbewerbs hob Präsident Professor Dr. Michael Grünberger die Diversität des Teams hervor und gratulierte den Studierenden zu ihrem Erfolg. Ihre Leistungen führten dazu, dass sie zur kommenden Games Industry Law Summit im Herbst in Berlin eingeladen wurden. Diese Einladungen spiegeln nicht nur die Qualität der Darstellungen wider, sondern auch die zunehmende Bedeutung von rechtlichen Aspekten in der Spieleindustrie.
Die Betreuung des Teams erfolgte durch Jasmin Dolling (Jahrgang 2016) sowie die Forschungsstelle für Games-Recht an der Bucerius Law School. Zudem erhielt das Team Unterstützung von Professorin Dr. Linda Kuschel und RA Dr. Simon Hembt von Bird & Bird, die das Team während des Wettbewerbs beratend zur Seite standen.
Ein Blick auf die Wettbewerbsstruktur
Die Games Industry Law Summit’s Legal Challenge ist ein jährlicher Moot Court, der sich mit den rechtlichen Herausforderungen der internationalen Spieleindustrie beschäftigt. In diesem Jahr wurde das Event zum siebten Mal ausgetragen und zog Teilnehmer aus verschiedenen Ländern an. Von den 21 gestarteten Teams befinden sich derzeit 15 im Wettbewerb um die vier Halbinfinalplätze. Das diesjährige Jurorenpanel besteht aus 15 Experten, die aus 13 verschiedenen Ländern kommen und umfangreiche Erfahrungen in der Prozessführung mitbringen.
Die Bekanntgabe der Halbfinalisten findet am 5. März statt, während das Finale am 22. März ausgetragen wird. Die Herausforderungen, die die Teams zu bewältigen hatten, spiegeln die Komplexität der vertraglichen und rechtlichen Fragestellungen wider, mit denen die Spieleindustrie heute konfrontiert ist. Das Team „Ctrl+Alt+Defend“, bestehend aus Mitgliedern der internationalen Kanzlei Taylor Wessing und ECIJA, ist ebenfalls Teil dieses Wettbewerbs und hat kürzlich sein Memorandum eingereicht.
Für die Bucerius Law School und ihre Studierenden ist dieser Erfolg bei der Games Industry Law Summit Legal Challenge ein wichtiges Zeichen für die Relevanz und das Potenzial rechtlicher Ausbildung im dynamischen Bereich des Computerrechts.