Die Medizinische Hochschule Brandenburg (MHB) erhält einen bedeutenden finanziellen Zuschuss in Höhe von 12.000 Euro von der Bürgerstiftung Brandenburg. Diese Spende ist für die Anschaffung eines modernen simulierten Patientenmonitors im Skills Lab vorgesehen, einem innovativen Lernzentrum, das zukünftige Ärzt*innen praxisnah auf die Herausforderungen der beruflichen Praxis vorbereitet.

Der simulierte Patientenmonitor wird entscheidend dazu beitragen, realistische Trainingsszenarien zu schaffen, die den Studierenden ermöglichen, in einer risikofreien Umgebung zu lernen und Fehler zu machen. Nora Schiller, die Leiterin des Skills Labs, hebt die Relevanz dieses Zentrums für die klinische Ausbildung der Studierenden hervor. Der Monitor zeigt wichtige Vitalparameter wie Blutdruck, Herzfrequenz sowie EKG-, Sättigungs- und Pulskurven an. Diese Parameter können während der Trainingsszenarien angepasst werden, um realistische Reaktionen zu simulieren.

Praxisnahe Ausbildung für Medizinstudierende

Das Skills Lab bietet nicht nur eine theoretische, sondern auch eine praktische Ausbildung, die die Studierenden optimal auf die Anforderungen im Krankenhaus vorbereitet. Laut der RBK gestaltet sich die Lernumgebung nach den realen Bedingungen im Klinikalltag. Zu den Schlüsselaktivitäten im Skills Lab gehören Puls- und Blutdruckmessung, Vitalzeichenkontrolle, Blutabnahme, Körperpflege und die Überwachung der Infusionstherapie.

Das Skills Lab umfasst sieben Pflegeplätze, einen Badezimmerbereich, ein Stationszimmer sowie ein Materiallager. In dieser realitätsnahen Umgebung können die Studierenden an verschiedenen Übungspuppen und in verteilten Rollen üben. Durch die Simulation von Notfallsituationen wird ihre Fähigkeit trainiert, schnell und umsichtig zu handeln. Schauspielende werden eingesetzt, um schwierige Gesprächssituationen oder Beratungsgespräche zu simulieren, wodurch die Kommunikationsfähigkeiten weiter gestärkt werden.

Die Bedeutung der Spende

Frank Robby Wallis, Vorstand der Bürgerstiftung Brandenburg, betont, wie wichtig diese Spende für die Ausbildung junger Mediziner*innen und die gesamte Region ist. Die Übergabe der finanziellen Mittel unterstreicht nicht nur die Unterstützung der Bildung im medizinischen Bereich, sondern auch die Priorität, die auf die Verbesserung der Patientensicherheit gelegt wird. Dieses Ziel wird auch durch das Angebot des neuen Skills Labs im Klinikum Dortmund unterstützt, wo moderne Trainingsumgebungen für Studierende und Mitarbeitende geschaffen werden.

Das Skills Lab im Klinikum Dortmund, das sich in einer umgebauten ehemaligen Kinderintensivstation befindet, zeichnet sich durch eine Ausstattung aus, die intensives Üben medizinischer Fertigkeiten sowie die Simulation von Notfallsituationen ermöglicht. Hier werden die Teilnehmenden auf essentielle Praktiken vorbereitet, wie beispielsweise Nahttechniken und Reanimationen. Ab 2024 werden auch spezielle Kurse zur Behandlung von Schlaganfällen angeboten, um die medizinische Versorgung weiter zu verbessern, wie die Webseite des Klinikums Dortmund berichtet.

Das Skills Lab stellt somit nicht nur einen geschützten Raum zur Festigung praktischer Erfahrungen dar, sondern fördert auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit und den Austausch zwischen verschiedenen Berufsgruppen innerhalb der Medizin. Durch diesen Ansatz wird die Rolle dieser Ausbildungseinrichtungen gestärkt und langfristig die medizinische Versorgung verbessert.