Am 23. März 2026 unterzeichneten das Planungsamt der Bundeswehr (PlgABw) und die Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg (HSU/UniBw H) eine erneuerte Kooperationsvereinbarung in Berlin/Hamburg. Diese Vereinbarung ersetzt die zuvor bestehende Kooperation aus dem Jahr 2016. Mit dieser Initiative wollen beide Institutionen Forschung, Technologie und Innovationen mit Dual-Use-Potenzial fördern und den Wissenstransfer zwischen der Wissenschaft und der militärischen Praxis beschleunigen.
Ein zentrales Ziel der neuen Vereinbarung ist die Bündelung der Kompetenzen beider Partner. Die HSU/UniBw H bringt dabei ihre Expertise, unter anderem aus dem HSU Innovation Hub und dem dtec.bw, ein. Der Fokus liegt auf der Nutzung des High-Performance-Computers (HPC.bw), um die Analyse- und Simulationsfähigkeiten weiter zu verbessern. Zu den vereinbarten Forschungs- und Handlungsfeldern gehören unter anderem Künstliche Intelligenz (KI), Datenanalyse, High Performance Computing, Simulation, Wargaming sowie Unmanned Systems (UxS).
Unterstützung durch vorangegangene Projekte
Die langjährige Zusammenarbeit zwischen dem PlgABw und der HSU/UniBw H wird auch durch verschiedene gemeinsame Aktivitäten dokumentiert. Im Jahr 2025 war das Planungsamt Schirmherr der Konferenz „Designing Security as a Grand Challenge“ und hat an Military Design Thinking Workshops teilgenommen. Derzeit läuft ein Forschungsprojekt zur „Föderalen Zusammenarbeit in der Gesamtverteidigung“, das von Prof.in Dr. Sylvia Veith und Prof. Dr. Florian Grotz geleitet wird.
Die Kooperationsvereinbarung hat das Potential, die Innovationskraft und technologische Souveränität der Bundeswehr zu stärken. Ein strukturiertes Vorgehen zur Übertragung wissenschaftlicher Erkenntnisse in die militärische Praxis soll sicherstellen, dass die Verteidigungsbereitschaft sowohl im Rahmen der Landes- als auch der Bündnisverteidigung nachhaltig gesichert wird. Zudem sollen Spill-Over-Effekte zwischen zivilen und militärischen Anwendungen gefördert werden.
Nachhaltigkeit und Transparenz
Um die Effektivität der Kooperation zu gewährleisten, wurde ein Governance-Konzept etabliert, das regelmäßige Steuerungsmeetings auf Leitungsebene sowie quartalsweise operative Treffen zur Fortschrittsmessung und Prioritätenabstimmung vorsieht. Die Leitprinzipien der Zusammenarbeit sind Nachhaltigkeit, Transparenz und Steuerungsfähigkeit.
Für weitere Informationen stehen folgende Ansprechpartner zur Verfügung: Oberstleutnant Thomas Franke vom Planungsamt der Bundeswehr und Julia Böhme von der Helmut-Schmidt-Universität.
Die Initiativen dieser Kooperation bilden einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Nationalen Sicherheitsstrategie sowie der High Tech Agenda Deutschland und tragen dazu bei, die Zukunft der Verteidigungsforschung in Deutschland entscheidend mitzugestalten.
Für mehr Informationen besuchen Sie bitte HSU oder die Bundeswehr.



