Die Georg-August-Universität Göttingen hat erneut die Bewerbungsphase für das Dorothea Schlözer-Postdoktorandinnenprogramm eröffnet. Bewerbungen für das Jahr 2026 sind bis zum 20. April 2026 möglich. Das Programm richtet sich speziell an junge Wissenschaftlerinnen, die sich in der frühen Postdoc-Phase befinden und zielt darauf ab, den fächerübergreifenden „Drop-out“ von Frauen nach der Promotion entgegenzuwirken. Gleichzeitig möchte es Führungspositionen für Frauen in der Wissenschaft fördern.

Seit seiner Einführung 2017 hat das Dorothea Schlözer-Programm das zuvor bestehende Dorothea Schlözer-Stipendienprogramm abgelöst. Jährlich werden im Rahmen dieses Programms zwei Stellen sowie eine zusätzliche Stelle in der Universitätsmedizin Göttingen ausgeschrieben, die mit einer 100%igen Beschäftigungsquote (TVL-13) und einer Laufzeit von zwei Jahren dotiert sind. Die Stellen sind eindeutig für promovierte Nachwuchswissenschaftlerinnen vorgesehen.

Ziele und Inhalte des Programms

Das Hauptziel der ausgeschriebenen Stellen besteht darin, die eigenständige Forschung der Kandidatinnen voranzubringen und sie in der Vorbereitung von Drittmittelanträgen zu unterstützen. Bewerberinnen sollen ein eigenständiges Forschungsprofil entwickeln und die notwendigen Kompetenzen für eine wissenschaftliche Karriere ausbauen. Die Unterstützung erstreckt sich auch auf Angebote zur beruflichen Orientierung und Karriereentwicklung. Besonders gefördert werden Postdoktorandinnen, deren Promotion nicht länger als drei Jahre zurückliegt, jedoch können auch Bewerbungen mit längeren Zeiträumen durch geeignete Begründungen eingereicht werden.

Wichtige Aspekte des Programms sind die Berücksichtigung von Elternzeiten und Pflegezeiten. Die Vergabe der Stellen erfolgt auf Empfehlung einer Auswahlkommission und wird durch das Präsidium der Universität entschieden. Teilzeit- und Verlängerungsoptionen stehen den Wissenschaftlerinnen zur Verfügung, die Betreuungsaufgaben übernehmen.

Qualifizierungs- und Mentoringangebote

Die Programmteilnehmerinnen sind verpflichtet, regelmäßig über ihre Forschungsfortschritte zu berichten. Darüber hinaus müssen sie an Qualifizierungsangeboten teilnehmen, wie dem Dorothea Schlözer-Karrierecoaching- und Mentoringprogramm, und sich an Evaluationsmaßnahmen beteiligen. Im Rahmen des Programms besteht eine Lehrverpflichtung von vier Semesterwochenstunden (SWS), die entweder an das eigene Projekt oder an das persönliche Lehrportfolio anschließt.

Das Dorothea Schlözer-Programm wird von der Georg-August-Universität Göttingen gefördert und bündelt verschiedene Gleichstellungsmaßnahmen. Der Fokus liegt klar auf der Karriereentwicklung von Frauen auf verschiedenen Karrierestufen. Das umfassende Angebot umfasst die Vermittlung akademischer Schlüsselqualifikationen, Coaching, Mentoring sowie umfangreiche Beratungs- und Vernetzungsmöglichkeiten.

Insgesamt stellt das Programm eine wertvolle Unterstützung für Postdoktorandinnen dar. Es allein fördert die Chancengleichheit und personale Vielfalt am Campus Göttingen und trägt somit zur Stärkung der Rolle von Frauen in der Wissenschaft bei.