Die Technische Universität Chemnitz hat erneut ein bedeutendes Zeichen für die Gleichstellung in der Wissenschaft gesetzt. In der aktuellen Auswahlrunde des „Professorinnenprogramms 2030“, an der 51 Hochschulen teilnahmen, erhielt die TU Chemnitz positive Bewertungen ihrer Gleichstellungskonzepte. Dies ermöglicht der Universität, bis zum 30. September 2027 Anträge auf bis zu drei Anschubfinanzierungen für unbefristete W2- oder W3-Professuren von Wissenschaftlerinnen zu stellen. Dies berichtet TU Chemnitz.

Seit 2008 fördert das Professorinnenprogramm aktiv die Gleichstellung an Hochschulen in Deutschland. Die TU Chemnitz hat in allen vier bisherigen Programmphasen durch ihre überzeugenden Gleichstellungskonzepte brilliert. Ein herausragender Erfolg war 2019, als die Universität mit dem Prädikat „Gleichstellung ausgezeichnet!” ausgezeichnet wurde.

Erfolge und Förderungen

Insgesamt sieben Professorinnen wurden seit 2009 an der TU Chemnitz gefördert, was die vorbildliche Rolle der Universität im Bereich der Gleichstellung unterstreicht. Die Gesamtinvestitionen in gleichstellungsfördernde Maßnahmen belaufen sich auf mehr als 5,2 Millionen Euro. Dieses Engagement zeigt sich nicht nur in den Zahlen, sondern auch in der klaren Zielsetzung des Programms: die Erhöhung der Anzahl der Professorinnen, die Förderung von Wissenschaftlerinnen in der frühen Karrierephase sowie die strukturelle Verankerung der Gleichstellung in den Hochschulen.

Das jüngste Programm, das im November 2022 von der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz verabschiedet wurde, sieht insgesamt 320 Millionen Euro vor, die Bund und Länder über einen Zeitraum von acht Jahren bereitstellen. Diese finanziellen Mittel sind eine wichtige Grundlage für die Förderung von Wissenschaftlerinnen und die Unterstützung der Hochschulen.

Bundesweite Perspektive

Blickt man auf die bisherigen Erfolge des Programms, zeigt sich, dass bundesweit 1.085 Professuren durch die ersten drei Programmphasen gefördert wurden. Dies zeigt die weitreichende Auswirkung und die Notwendigkeit solcher Initiativen im deutschen Hochschulsystem. Die Entwicklungen an der TU Chemnitz sind somit nicht nur ein lokales Phänomen, sondern Teil eines größeren nationalen Bemühens um Gleichstellung in der Wissenschaft.