Die Technische Universität Chemnitz war vom 17. bis 19. Februar 2026 Gastgeber der General Assembly des EU-Exzellenznetzwerks ENFIELD. In dieser Zeit kamen 40 internationale Expertinnen und Experten im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) zusammen, um über aktuelle Entwicklungen und Zukunftsvisionen zu diskutieren. Das Netzwerk ENFIELD, gefördert von der Europäischen Kommission, ist Teil des EU-Rahmenprogramms „Horizon Europe“ und hat das Ziel, europäische Spitzenforschung in KI und Robotik zu bündeln und Europa als Vorreiter für vertrauenswürdige KI zu positionieren. Laut tu-chemnitz.de erhält ENFIELD eine Förderung von rund 11 Millionen Euro.

In den letzten drei Jahren hat das Netzwerk mehr als 170 wissenschaftliche Publikationen hervorgebracht, darunter fast 50 in internationalen Fachzeitschriften und über 120 auf verschiedenen Workshops und Konferenzen. Die vielfältige Zusammensetzung von ENFIELD, unterstützt von 30 führenden Forschungseinrichtungen, Unternehmen und öffentlichen Institutionen aus 18 Ländern, macht es zu einer lebendigen Plattform für den Austausch und die Weiterentwicklung von KI-Technologien.

Forschung im Fokus

Ein ebenso wichtiges Projekt der Europäischen Union ist das ELSA-Netzwerk, das sich auf die sichere und vertrauenswürdige KI spezialisiert. Die Europäische Kommission hat kürzlich die Verlängerung des ELSA-Projekts um weitere zwölf Monate bis zum 31. August 2026 bekannt gegeben. Laut presseportal.de wurde ELSA am 1. September 2022 gegründet und hat sich mit 26 Gründungsmitgliedern auf wichtige Schlüsseltechnologien konzentriert, darunter Maschinelles Lernen und Cybersicherheit. Die Ergebnisse der Forschungsaktivitäten sind vielversprechend und werden durch verschiedene Initiativen weiter gestärkt.

Die Verlängerung bietet die Möglichkeit, fortlaufend in neuen Trends wie großen Sprachmodellen und den Entwicklungen im EU AI Act zu forschen. ELSA unterstützt zudem Start-ups und kleine bis mittlere Unternehmen (KMU) durch verschiedene Förderprogramme, die dazu beitragen sollen, die Innovationskraft in der KI-Branche zu steigern.

Ein europäisches Netzwerk für KI

Auf einer breiteren Ebene verfolgt die EU mit ihrer ersten KI-Strategie das Ziel, Europa zu einem Zentrum für menschenzentrierte und vertrauenswürdige KI zu entwickeln. Wie auf der Digital-Strategie-Webseite der Europäischen Kommission dargestellt, wird ein Aktionsplan für den KI-Kontinent, der im April 2025 vorgestellt wurde, geplante Maßnahmen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und Wahrung demokratischer Werte umfassen.

Dies schließt den Aufbau von Infrastrukturen für KI-Daten und -Computing, die Förderung der KI-Einführung in strategischen Sektoren sowie die Stärkung von KI-Kompetenzen und -Talenten ein. Die EU investiert jährlich 1 Milliarde Euro in KI-Initiativen, mit dem Ziel, ein jährliches Investitionsvolumen von 20 Milliarden Euro zu mobilisieren.

Die anstehenden Entwicklungen im Bereich des KI-Rechts und die Gründung einer KI-Allianz zeigen, dass Europa auf dem richtigen Weg ist, um eine führende Rolle in der Entwicklung und Implementierung vertrauenswürdiger KI-Technologien zu übernehmen. Durch Projekte wie ENFIELD und ELSA wird nicht nur die Forschung vorangetrieben, sondern auch ein lebendiges europäisches KI-Ökosystem geschaffen, das Menschlichkeit und Technologie verbindet.