Am 17. Februar 2026 wird die zentrale Rolle der Demokratiebildung an den Pädagogischen Hochschulen (PHn) in Baden-Württemberg deutlich. Diese Bildung ist in Studium, Forschung und Weiterbildung fest verankert und wird durch ein landesweites Bündnis für Demokratie unterstützt. Laut PH-Göppingen engagieren sich alle sechs PHn aktiv in dieser Initiative, die eine offene und vielfältige Gesellschaft fördern möchte.

Prof. Dr. Jörg-U. Keßler, Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz der PHn und Rektor der PH Ludwigsburg, hebt die Bedeutung der Bildung für die Demokratie hervor. Die PHn haben Demokratiebildung in und durch verschiedene Formate integriert, die sich in unterschiedlichsten Lehr- und Veranstaltungsangeboten widerspiegeln.

Vielfältige Formate der Demokratiebildung

Die Formate zur Förderung der Demokratiebildung an den PHn umfassen unter anderem:

  • Studienmodule im Lehramtsstudium
  • Spezialisierte Masterstudiengänge
  • Workshops und Fachtage
  • Ringvorlesungen
  • Weiterbildungsangebote
  • Forschungspublikationen
  • Wanderausstellungen

Diese Formate decken essentielle Themen der Demokratiebildung ab, wie die Analyse und Gestaltung von Sachunterricht im Zusammenhang mit Demokratie und der Umgang mit Rechtsextremismus in der Pädagogik und Sozialen Arbeit.

Das Engagement der Hochschulen ist nicht nur in der Theorie verankert. Es ist strategisch in den Leitbildern und Entwicklungsstrategien der Hochschulen integriert. Diese Maßnahmen erhebt die PHn zu einem wichtigen Akteur in der Bildungslandschaft, die auf die Herausforderungen unserer Zeit reagiert.

Aktuelle Herausforderungen für die Demokratie

Mehrere Ereignisse in den letzten Jahren, die insbesondere die Ergebnisse der Europawahl 2024 umfassen, stellen die Demokratie auf verschiedenen Ebenen in Frage. Diese Probleme sind sozioökonomisch, gesellschaftlich, ökologisch und politisch. Aus TU Braunschweig geht hervor, dass westliche Demokratien seit einem Jahrzehnt mit steigenden Differenzen zwischen Arm und Reich sowie der Verunsicherung durch Migrationsbewegungen konfrontiert sind. Auch der Klimawandel sowie anhaltende Konflikte und Kriege tragen zur Verunsicherung bei.

In diesem Kontext wird Demokratiebildung zunehmend als essentielle Antwort auf die genannten Herausforderungen hervorgehoben. Hochschulen sind gefordert, Demokratiebildung nicht nur zu thematisieren, sondern auch aktiv entsprechende Angebote zu schaffen. Die Verantwortung liegt dabei auch bei den Hochschullehrenden, die dafür Sorge tragen müssen, dass Demokratiebildung im Curriculum verankert ist und den Studierenden zugänglich gemacht wird.

Das landesweite Bündnis für Demokratie an den PHn fördert Kooperation und Engagement und trägt dazu bei, dass sowohl in sozialen Medien als auch durch eigene Initiativen und Veranstaltungen das Bewusstsein für Demokratiebildung geschärft wird. Diese Anstrengungen sind von zentraler Bedeutung, um eine offene und verantwortungsvolle Gesellschaft zu fördern und aufrechtzuerhalten.