Am 24. März 2026 findet an der Universität Heidelberg ein bedeutendes Seminar statt, das sich mit der Unterstützung älterer Menschen durch digitale Technologien befasst. Die Veranstaltung, organisiert vom Netzwerk AlternsfoRschung (NAR), beginnt um 17 Uhr im Hörsaal 13 der Neuen Universität. Experten werden zentrale Ergebnisse des interdisziplinären Forschungsprojekts SMART-AGE präsentieren, einem Projekt, das durch die Carl-Zeiss-Stiftung über fünf Jahre hinweg gefördert wird.
Die Veranstaltung wird mit Eröffnungsreferaten von Prof. Dr. Jürgen M. Bauer, einem Mediziner, und Prof. Dr. Hans-Werner Wahl, einem Psychologen, beginnen. Sie werden die Konzeption und Ergebnisse der SMART-AGE-Studie vorstellen, die sich mit den Möglichkeiten und Grenzen der Unterstützung älterer Menschen durch digitale Technologien auseinandersetzt. Ab 16 Uhr sind zudem Infostände der Stadt Heidelberg im Foyer zugänglich, die Informationen zu Digitalisierung, Pflege und Demenz anbieten.
Vorträge und Diskussionen über digitale Lösungen
Eine zentrale Rolle im Seminar spielt die Vorstellung von drei innovativen Apps durch Dr. Katharina Gordt-Oesterwind (Physiotherapeutin), Verena Kölsch (Psychologin) und Nicole Memmer (Soziologin). Diese Anwendungen sollen die soziale Vernetzung fördern, den Zugang zu lokalen Angeboten erleichtern und einen gesundheitsbewussten Lebensstil unterstützen. Insbesondere betonen die Entwickler die Bedeutung individuellen Kraft- und Gleichgewichtstrainings.
In einem weiteren Vortrag wird David Hansen, ein Medizinethiker, zu den ethischen Fragen im Zusammenhang mit der Nutzung digitaler Anwendungen sprechen. Ergänzend wird Privatdozent Dr. Carl Philipp Jansen die Ergebnisse einer Studie zur App-Nutzung im Alltag präsentieren, die auf umfangreichen Befragungen und Tests basiert, an denen knapp 650 Bürgerinnen und Bürger aus Heidelberg und Mannheim im Alter von 67 Jahren und älter teilgenommen haben.
Prof. Dr. Cornelia Wrzus, die geschäftsführende Direktorin des NAR, wird die Veranstaltung moderieren und alle Anwesenden zur Diskussion einladen. Ein Grußwort wird von der Heidelberger Bürgermeisterin Stefanie Jansen gehalten.
Teilnahmeinformationen
Das Seminar bietet die Möglichkeit zur Online-Teilnahme, für die eine Anmeldung per E-Mail an kontakt@nar.uni-heidelberg.de erforderlich ist. Die Teilnehmer werden Zugang zu studienspezifischen Apps für einen Zeitraum von sechs Monaten erhalten und profitieren von umfassenden Befragungen. Diese sollen letztlich den Lebensqualitätseffekt der digitalen Unterstützungsangebote erfassen.
Insgesamt widmet sich das Netzwerk AlternsfoRschung verschiedenen Aspekten des Alterns mit einem interdisziplinären Ansatz, was die Relevanz dieser Veranstaltung unterstreicht. Uni Heidelberg und Achter Altersbericht berichten über die Fortschritte und Erkenntnisse im Bereich der digitalen Unterstützung für ältere Menschen.