Am 14. Februar 2026 wurde das Projekt DigiBound, das von der Universität Osnabrück in Zusammenarbeit mit der Hochschule Aalen und dem Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften Hannover (TIB) initiiert wurde, vorgestellt. Dieses Vorhaben wird durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Förderprogramms Empirische Bildungsforschung gefördert.

Das Hauptziel von DigiBound ist es, Kinder und Jugendliche im bewussten Einsatz digitaler Medien zu unterstützen. Dabei soll der Fokus auf der Setzung von Grenzen und der aktiven Gestaltung ihrer digitalen Lebens- und Lernwelten liegen. Um die spezifischen Bedürfnisse der Zielgruppe, Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I und II, zu identifizieren, wurden bereits Fokusgruppen an zwei Projektschulen durchgeführt.

Bedarfserhebung und Konzeptionsphase

Die Erkenntnisse aus der Bedarfserhebung haben Aufschluss über die Herausforderungen gegeben, mit denen die Jugendlichen im Umgang mit digitalen Medien konfrontiert sind. Aufbauend auf diesen Ergebnissen entwickeln Studierende der Hochschule Aalen und der Universität Osnabrück praxisnahe Mikromodule zu Boundary-Management-Strategien. Die Module sind darauf ausgelegt, altersgerecht und ansprechend zu sein, um den Schüler:innen einen effektiven Umgang mit digitalen Medien zu ermöglichen.

Geplant ist, dass die Trainings für die Lehrer:innen und Schüler:innen im April und Mai 2026 an den ausgewählten Projektschulen starten. Die Module sollen im regulären Unterricht erprobt und getestet werden. Das gesammelte Feedback wird für die Überarbeitung der Trainingsinhalte genutzt.

Kooperationen und Austausch mit Schulen

DigiBound setzt auf aktive Kooperationen mit Schulen und anderen Bildungsakteuren. Bereits im Rahmen einer Lehrkräftefortbildung fand der erste Workshop an einer Projektschule statt. Ziel ist es, weitere interessierte Schulen zu gewinnen und das Thema Digital Literacy in den Bildungsalltag zu integrieren.

Zusätzlich sind im Sommer Veranstaltungen und Transferaktivitäten an Schulen geplant, um eine breitere Diskussion über die Integration von Digital Literacy in die schulische Praxis zu fördern.

Laut der Forschungsstelle für digitale Medienkompetenz an der LMU München wird Digital Literacy als zentrale Ressource in der digitalen Gesellschaft angesehen. Diese Kompetenz ist entscheidend, um den positiven Nutzen digitaler Medien zu maximieren und schädliche Einflüsse zu minimieren, besonders für Kinder und Jugendliche, die bereits stark von digitalen Medien geprägt sind. Die Förderung von Digital Literacy wird als kontinuierlicher Lernprozess verstanden, der sich an den fortwährend fortschreitenden Entwicklungen der Digitalisierung orientiert.

Das Forschungs- und Lehrteam von Prof. Wendt untersucht die wesentlichen Komponenten von Digital Literacy. Dabei spielen Aspekte wie die Messmethoden und die Förderung solcher Kompetenzen eine Schlüsselrolle. Ein Ziel der Forschung ist es, Wissen bereitzustellen, das einen informierten, selbstbestimmten und sozial verantwortlichen Umgang mit digitalen Medien unterstützt.

Das DigiBound-Projekt bietet eine wichtige Grundlage für die Entwicklung von Digital Literacy bei Jugendlichen und fördert ein Bewusstsein für die eigene Mediennutzung. Für weitere Informationen steht Lena Haasken von der Universität Osnabrück zur Verfügung. Sie kann über E-Mail: lena.haasken@uni-osnabrueck.de kontaktiert werden.

Die offizielle Projektwebsite und aktuelle Informationen finden sich auf dem LinkedIn-Account von DigiBound.