Am 15. Februar 2026 wurde Dr. Haci Cevik, ein Politikwissenschaftler aus der Türkei, mit dem „Voltaire-Preis für Toleranz, Völkerverständigung und Respekt vor Differenz“ ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand im Rahmen des Neujahrsempfangs der Universität Potsdam auf dem Campus Griebnitzsee statt. Diese Auszeichnung wird von der Friede Springer Stiftung finanziert und ist mit 5.000 Euro dotiert.
Der Voltaire-Preis wird seit 2017 jährlich vergeben und würdigt Persönlichkeiten, die sich besonders für gesellschaftlichen Dialog sowie die Freiheit von Forschung und Lehre und die freie Meinungsäußerung einsetzen. Dr. Cevik wurde in diesem Jahr zum zehnten Mal mit diesem Preis geehrt, was seine bedeutende Rolle im Bereich der politischen Wissenschaft unterstreicht.
Forschungsschwerpunkte und Engagement
Dr. Cevik hat Politikwissenschaft und Migrationsstudien in der Türkei studiert, wobei sich seine Forschungsschwerpunkte auf ethnische Politik, Kurdistik und Diaspora-Bildung konzentrieren. Seine Arbeiten haben maßgeblich dazu beigetragen, marginalisierte Communities sichtbar zu machen und dominante Narrative infrage zu stellen. Laudatorin Prof. Dr. Aileen Edele erkannte die Wichtigkeit von Ceviks Forschung für die politische Diskussion und seine Bemühungen, demokratische Werte zu fördern.
In den Medien thematisiert Dr. Cevik Aspekte wie Zugehörigkeit, Ausgrenzung, Diskriminierung und Rassismus. Sein Einsatz wird insbesondere in einem riskanten politischen Kontext wie der Türkei gewürdigt, wo die Freiheit der Wissenschaft und das Recht auf freie Meinungsäußerung stark eingeschränkt sind. Laut Edele ist Dr. Ceviks Arbeit ein unverzichtbarer Beitrag zum gesellschaftlichen Diskurs und zur Förderung des Verständnisses zwischen verschiedenen Gemeinschaften.
Historie und Bedeutung des Preises
Der Voltaire-Preis, dessen Verleihung mittlerweile bundesweit bekannt ist, wurde bis 2026 bereits an zahlreiche internationale Wissenschaftler vergeben. Zu den früheren Preisträgern gehören unter anderem Dr. Hilal Alkan, Dr. Gladys Tzul Tzul, Ahmad Milad Karimi, Gábor Polyák sowie Elisabeth Kaneza. Diese Auszeichnung soll das Engagement für Freiheit und Toleranz in der wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Gemeinschaft sichtbar machen.
Nominierungen für den Voltaire-Preis erfolgen durch Dritte, um die Unabhängigkeit der Preisträger zu gewährleisten, und eine Jury selektiert die Ausgezeichneten aus den eingereichten Vorschlägen. Weitere Informationen über den Preis und die Preisträger sind auf der Webseite der Universität Potsdam verfügbar. Dr. Ceviks Auszeichnung hebt die entscheidende Bedeutung von Toleranz und Völkerverständigung in der heutigen Zeit hervor.