Am 17. Februar 2026 wurde Dr. Jörn Hohenhaus durch den Senat der Leibniz Universität Hannover (LUH) einstimmig zum hauptberuflichen Vizepräsidenten gewählt. Er tritt die Nachfolge von Dr. Christoph Strutz an, der seit 2013 als Verwaltungschef tätig war und am 30. September 2026 in den Ruhestand tritt. Hohenhaus war der einzige Kandidat, der von der Findungskommission vorgeschlagen wurde, und wurde durch den Stiftungsrat zum 1. Oktober 2026 für zunächst sechs Jahre berufen. Dies berichtet die Leibniz Universität Hannover.

Dr. Jörn Hohenhaus ist promovierter Jurist und aktuell als Kanzler an der Hochschule Ruhr West tätig, eine Position, die er seit dem 1. März 2021 innehat. In dieser Rolle leitet er den Servicebereich und ist Mitglied des Präsidiums, wobei seine Zuständigkeiten unter anderem den Haushalt, Liegenschaften, Personaladministration, IT und Rechtsfragen umfassen. An der Hochschule Ruhr West wird seine Amtszeit auf acht Jahre geschätzt , wie in der Hochschule Ruhr West vermerkt.

Berufliche Laufbahn und Qualifikationen

Dr. Hohenhaus studierte Rechtswissenschaften an den Universitäten Trier und Münster. Malte sich zunächst als selbständiger Rechtsanwalt und kam anschließend in das Wissenschaftsmanagement. Von 2006 bis 2008 war er Referent beim Deutschen Hochschulverband. An der Universität zu Köln hatte Hohenhaus von 2008 bis 2016 verschiedene Leitungspositionen inne; darunter die Leitung der Haushaltsabteilung während der SAP-Einführung und die Rolle des Sonderbeauftragten des Kanzlers für die Planung von Großprojekten.

Von 2017 bis 2021 fungierte er als Kanzler der Kunstakademie Düsseldorf und war zudem als Dozent im Bereich Wissenschaftsmanagement tätig. Er bringt umfassende Erfahrung in verschiedenen Gremien des Wissenschaftssystems mit und ist aktiv im Vorstand der Digitalen Hochschule NRW sowie im Lenkungskreis des Kompetenzzentrums Bau der Hochschulen NRW.

Trends in der Hochschulleitung

Die Berufung von Dr. Jörn Hohenhaus erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem das Hochschulsystem in Deutschland einen Wandel durchläuft. Laut dem CHE-Check 2025 liegt der Frauenanteil in Hochschulleitungen mittlerweile bei 35,1 %, was eine zunehmende Diversität in diesen Positionen anzeigt. An Hochschulen für angewandte Wissenschaften ist dieser Anteil von 25 % auf 30 % gestiegen. Der Check umfasst Daten von 75 Universitäten und 99 Hochschulen für angewandte Wissenschaften und belegt, dass Hochschulleitungen im Schnitt jünger sind als im Vorjahr.

Besonders bemerkenswert ist, dass über 50 % der Frauen in Hochschulleitungen in den vergangenen Jahren von externen Institutionen berufen wurden. Hohenhaus, als promovierter Jurist mit umfangreicher Erfahrung im Hochschulwesen, könnte als Teil dieses Trends eine entscheidende Rolle spielen, um die Herausforderungen in der Hochschullandschaft erfolgreich zu bewältigen.