Am 26. März 2026 wurde Angela Malz, die Direktorin der Universitätsbibliothek (UB) der Technischen Universität Chemnitz, mit der Ehrenmedaille der TU Chemnitz ausgezeichnet. Diese Ehrung fand im Rahmen ihrer feierlichen Ruhestandsverabschiedung statt, die von Rektor Prof. Dr. Gerd Strohmeier geleitet wurde. Malz, die seit 1984 an der TU Chemnitz tätig ist, hat die Bibliothek in verschiedenen Positionen geprägt, bevor sie 2010 zur Direktorin ernannt wurde.
Unter ihrer Leitung hat sich die UB Chemnitz nicht nur als eine der effizientesten Universitätsbibliotheken Deutschlands etabliert, sondern auch als Vorreiterin in der Nutzung elektronischer Medien. Im Jahr 2006 wurde die Bibliothek im Bibliotheksindex (BIX) als wirtschaftlichste ihrer Art ausgezeichnet. Zudem erhielt sie 2017 und 2020 das „Open Library Badge“ für ihre vorbildliche Umsetzung von Open Access.
Eine Ära der Innovation
Eine der größten Herausforderungen während Malz‘ Amtszeit war die Zusammenführung der Bibliotheksstandorte. Die neue Bibliothek in der „Alten Aktienspinnerei“ wurde am 1. Oktober 2020 eröffnet und beherbergt nun rund 1,2 Millionen Bücher sowie einen großen Teil des Archivguts der Universität. Dieser Schritt markierte einen wichtigen Wendepunkt für die UB und unterstrich Malz‘ Fähigkeit, fundamentale Veränderungen zu steuern.
Zusätzlich zu ihren administrativen Aufgaben war Malz seit 2013 Moderatorin des „Literarischen Quintetts“, einem beliebten Veranstaltungsformat der UB. Sie betonte bei der Verleihung der Ehrenmedaille, dass diese Auszeichnung auch ihrem Team und ihren ehemaligen Kolleginnen und Kollegen zustehe. Ihr Engagement für die Universität hält sie mit ihrer Eintragung in die Alumni-Datenbank aufrecht.
Bedeutung der Ehrenmedaille
Die Ehrenmedaille der TU Chemnitz wird für außergewöhnliche Verdienste oder besonderes Engagement verliehen. Diese Auszeichnung wurde erstmals 2007 an Prinzessin Maha Chakri Sirindhorn von Thailand überreicht. Bis heute wurde die Ehrenmedaille insgesamt 18 Personen übergeben, womit Angela Malz nun zu einem exklusiven Kreis gehört.
Im Jahr 2025 war die UB Chemnitz auch aktiv am Chemnitzer Kulturhauptstadtjahr beteiligt und spielte dabei eine zentrale Rolle in zahlreichen Projekten und Veranstaltungen. Malz hinterlässt eine Institution, die in der deutschen Bibliothekslandschaft Maßstäbe gesetzt hat und deren Erbe auch in Zukunft weitergeführt werden wird. Ihre Verdienste werden in der akademischen Gemeinschaft hoch geschätzt.



