Die Universität Hohenheim in Stuttgart hat am 30. Januar 2026 im Rahmen des jährlichen Professoriums die Ehrennadel an Professorin Ute Mackenstedt verliehen. Diese Auszeichnung würdigt ihr außerordentliches Engagement in den Bereichen Gleichstellung, Diversität und Chancengerechtigkeit, was eine zentrale Rolle in der Entwicklung der Hochschule spielt. Rektor Christoph Schneider hob in seiner Wertschätzung Mackenstedts langjährige Verdienste als Universitätsgleichstellungsbeauftragte hervor.

Professorin Mackenstedt hat über die Jahre hinweg zahlreiche Programme initiiert und begleitet, die nicht nur die Gleichstellung an der Universität voranbringen, sondern auch konkrete Verbesserungen für Studierende und Mitarbeiter:innen schaffen sollten. Zu den erwähnten Initiativen gehören das Mentoring-Programm MentHo, der Karrierebus sowie Audits zur Etablierung einer familien- und vielfaltsgerechten Hochschule. Zudem spielte sie eine entscheidende Rolle beim Ausbau von Kinderbetreuungsmöglichkeiten und der Schaffung eines Raums der Stille, was den Bedürfnissen von Studierenden und Mitarbeitern Rechnung trägt.

Engagement für Gleichstellung

Mackenstedt hat sich dabei besonders für die Interessen und Rechte von Frauen stark gemacht. Ihr Bestreben, kontinuierliche Verbesserungen in der Gleichstellung zu erreichen, zeigt sich nicht nur in ihrer Arbeit als Gleichstellungsbeauftragte, sondern auch in ihrer Rolle als Ansprechperson für Antidiskriminierung und sexuelle Belästigung. Diese Aufgaben sieht sie im Zusammenhang mit ihrem Engagement in verschiedenen Gremien und Netzwerken, wo sie aktiv an gleichstellungspolitischen Prozessen auf Landesebene mitwirkt.

Außerhalb ihrer zentralen Aufgaben bringe sie ihre Expertise als Professorin für Parasitologie am Institut für Biologie ein, wo sie auch umfangreiche Forschungs- und Publikationstätigkeiten, insbesondere zur Epidemiologie von Zecken, absolviert hat. Nach ihrer Habilitation im Jahr 1995 an der Ruhr-Universität Bochum und dem dort vorherigen Abschluss ihrer Promotion sowie einem Studium in Biologie und Sportwissenschaften für das Lehramt konzentriert sie sich seither auf die Verbesserung der akademischen und strukturellen Bedingungen an ihrer Universität.

Ein weiterer wichtiger Punkt in der Gleichstellungsarbeit an der Universität Hohenheim ist die Beauftragte für Chancengleichheit, Andrea Unger. Sie ist ansprechbar für Fragen zu sexueller Belästigung im wissenschaftsunterstützenden Bereich und kümmert sich um Belange und Interessen von Frauen in der Verwaltung und Technik, im Einklang mit dem baden-württembergischen Chancengleichheitsgesetz. Die Universitätsleitung und Führungskräfte sind ebenfalls in die Verantwortung für Chancengleichheit eingebunden und arbeiten eng mit Unger zusammen, um ein besseres Arbeitsumfeld für alle zu schaffen.

Die Verleihung der Hohenheimer Ehrennadel an Ute Mackenstedt ist ein starkes Zeichen dafür, wie wichtig die Themen Gleichstellung und Chancengleichheit im Hochschulkontext sind. Ihr Einsatz hat nicht nur die Uni nachhaltig geprägt, sondern setzt auch ein Beispiel für andere Institutionen in Deutschland und darüber hinaus. Mehr Informationen zu den Gleichstellungsmaßnahmen in Hohenheim und den bestehenden Ansprechpersonen sind auf der offiziellen Webseite der Universität Hohenheim zu finden.