Prof. Dr. Lothar Kroll von der Technischen Universität Chemnitz wurde am 19. Februar 2026 in Bangkok als „Distinguished Person of the Year 2025“ von der King Mongkut’s University of Technology North Bangkok (KMUTNB) ausgezeichnet. Diese Ehrung fand im Rahmen des 67. Gründungsjubiläums der Hochschule statt und würdigt Persönlichkeiten, die sich um die akademische Zusammenarbeit und den wissenschaftlichen Fortschritt verdient gemacht haben. Kroll, der Inhaber der Professur für Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung an der TU Chemnitz ist, betonte während der Preisverleihung die enorme Bedeutung dieser Auszeichnung für den Austausch zwischen seiner Institution und der KMUTNB.

Parallel zu dieser bedeutenden Auszeichnung fand die internationale Fachkonferenz „RAM’26“ (International Workshop and Conference on Robotics, Automation and Manufacturing) statt, an der Kroll als Teil einer hochrangigen sächsischen Delegation teilnahm. Diese Gruppe umfasste renommierte Professoren wie Prof. Dr. Thomas von Unwerth und Prof. Dr. Jonas Hensel von der TU Chemnitz sowie Prof. Dr. Sebastian Scholz von der Hochschule Zittau/Görlitz. Auch Prof. Dr. Steffen Fischer und Prof. Dr. Gianaurelio Cuniberti von der TU Dresden waren dabei.

Förderung der Zusammenarbeit

Die Gespräche während des Besuchs führten zur Planung einer Absichtserklärung, die die Zusammenarbeit in der Lehre zwischen KMUTNB, der Hochschule Zittau/Görlitz und der TU Chemnitz intensivieren soll. Diese Absichtserklärung wird den Austausch von Studierenden fördern. Zudem wurde der Transfer von Forschungsergebnissen in die Praxis als zentrales Thema hervorgehoben. Die Delegation aus Sachsen betonte stark ihr Interesse an nachhaltigem Wissensaustausch, insbesondere in den Bereichen Wasserstofftechnologie und Leichtbau.

Kroll und seine Kollegen hoben die Wichtigkeit internationaler Kooperationen für den Wissensaustausch in den Bereichen Robotik, Automatisierung und alternative Antriebe hervor, was im Kontext der globalen Herausforderungen im Ingenieurwesen von wachsender Bedeutung ist.

Werdegang von Lothar Kroll

Lothar Kroll, geboren am 9. April 1959 in Glogowek, Oberschlesien, Polen, ist ein prominentem Maschinenbauingenieur und Hochschullehrer. Er studierte von 1978 bis 1981 Fahrzeugtechnik an der Technischen Hochschule Oppeln und setzte sein Studium in Maschinenbau an der TU Clausthal fort. Kroll promovierte 1992 und habilitierte sich 2005, wobei seine Habilitation sich mit anisotropiebedingten Werkstoff- und Struktureffekten für multifunktionale Leichtbauanwendungen befasste.

Im Jahr 2006 übernahm er die Professur für Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung an der TU Chemnitz und wurde zum Direktor des Instituts für Strukturleichtbau ernannt. Kroll hat zahlreiche Initiativen ins Leben gerufen, darunter die Gründung der Allianz Textiler Leichtbau (ATL) im Jahr 2009 und die Lightweight Structures Engineering GmbH in Chemnitz. Sein Engagement für Forschung und Lehre spiegelt sich auch in seiner Rolle als Sprecher der Fraunhofer Allianz TEXTIL wider, wo er seit 2016 tätig ist.

Mit seiner umfassenden Expertise und seinem Engagement in der Leichtbautechnologie hat Lothar Kroll nicht nur die TU Chemnitz, sondern auch die internationale Forschungslandschaft maßgeblich geprägt. Laut der Website des Thermal Spray Bulletin ist Kroll ein geschätzter Gutachter und Sachverständiger für verschiedene wissenschaftliche Organisationen. Seine Arbeit wird von Fachkollegen in Wissenschaft und Industrie hoch anerkannt.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass Krolls Auszeichnung und die erfolgreiche Teilnahme an der internationalen Konferenz einen weiteren Schritt in Richtung einer verstärkten internationalen Zusammenarbeit im Bereich der Ingenieurwissenschaften darstellen, die sowohl der TU Chemnitz als auch der KMUTNB zugutekommen wird.