Am 16. März 2026 wird die Bedeutung erneuerbarer Energien und deren Speicherung erneut ins Rampenlicht gerückt. Eine vielversprechende Technologie hierbei sind eisenbasierte Redox-Fluss-Batterien, die eine zentrale Rolle in der stationären Speicherung dieser Energien, insbesondere von Wind- und Solarparks, spielen. Diese Speicherlösungen sind unverzichtbar, da erneuerbare Energien nicht stets verfügbar sind.

Redox-Fluss-Batterien operieren ähnlich wie wiederaufladbare Brennstoffzellen und speichern flüssige Elektrolyte in externen Tanks. Diese innovative Technologie verspricht, die Effizienz und Verfügbarkeit erneuerbarer Energiequellen entscheidend zu verbessern.

Forschung und Ergebnisse

Marius Engler, Doktorand im Studiengang Regenerative Energietechnik an der TU Ilmenau, hat sich intensiv mit geeigneten Elektrolyten für diese Batterien auseinandergesetzt. In seiner Masterarbeit, die am Fachgebiet Elektrochemie und Galvanotechnik unter der Leitung von Prof. Andreas Bund durchgeführt wurde, analysierte er die elektrochemischen und energetischen Eigenschaften diverser Elektrolyte und testete diese in Pilotversuchen.

Die Resultate seiner Forschung wurden in der veröffentlichten Studie „Investigating the Iron Plating and Stripping of Anolytes for All-Iron Redox-Flow Batteries“ dokumentiert. An dieser Arbeit wirkten auch Dr. Michael Stich, Dr. Christoph Baumer und Prof. Andreas Bund mit.

Datensatz und Transparenz

Ein wesentlicher Bestandteil seiner Forschung war die Erstellung eines Datensatzes, der 24 Rohdatendateien und sieben aufbereitete Datensätze zur Analyse umfasst. Engler stellte eine Analysemethode zur Verfügung, die darauf abzielt, die Transparenz und Reproduzierbarkeit der Ergebnisse zu erhöhen. Die Aufarbeitung der Datenablagen war aufwendig, jedoch notwendig, um allgemeine Kriterien der Lesbarkeit und Verarbeitbarkeit zu erfüllen.

Die Unterstützung von Kevin Lindt, Data Steward an der TU Ilmenau, sowie die Zusammenarbeit mit dem Thüringer Kompetenznetzwerk Forschungsdatenmanagement (TKFDM) sind ebenfalls hervorzuheben. Solche Kooperationen fördern nicht nur die wissenschaftliche Evidenz, sondern auch den Wissenstransfer innerhalb und außerhalb der Universität.

Ausblick auf die Zukunft

Engler ist seit Oktober 2024 Doktorand und erhielt im September 2025 ein Stipendium der Thüringer Graduiertenförderung. Er setzt seine Forschungsarbeiten an Eisen-Redox-Fluss-Batterien fort, mit dem Ziel, deren Effizienz und Langlebigkeit weiter zu verbessern. Diese Arbeit könnte entscheidend dafür sein, die Technologie für die breite Anwendung im Bereich der erneuerbaren Energien nutzbar zu machen.

Zusätzlich wird die Summer School Elektrochemie und Galvanotechnik 2026 an der TU Ilmenau angeboten, die sich an Bachelor-Studierende und Techniker richtet, um ihr Wissen in diesem Bereich zu vertiefen.

Die Ergebnisse von Marius Engler und sein Beitrag zur Forschung im Bereich der Redox-Fluss-Batterien stellen nicht nur einen Fortschritt für die Elektrochemie dar, sondern sie sind auch ein entscheidender Schritt auf dem Weg zu einer nachhaltigeren und umweltfreundlicheren Energiezukunft. Weitere Informationen finden Sie in der TU Ilmenau, die über diese Entwicklungen berichtet.