Am 10. März 2026 starten an der Technischen Universität Dortmund die Aktionstage Girls*Day und Boys*Day. Diese Veranstaltung bietet Schüler*innen die Möglichkeit, durch insgesamt 22 Workshops Berufsorientierung zu erhalten und unterrepräsentierte Studiengänge kennenzulernen. Die Anmeldung erfolgt über die offiziellen Webseiten des Girls*Day und Boys*Day, und die Teilnahme ist kostenfrei.

Die Aktionstage beginnen um 08:45 Uhr und enden gegen 15:00 Uhr. Alle Workshops finden im Rudolf-Chaudoire-Pavillon auf dem Campus Süd statt. Dabei stehen 17 Workshops mit MINT-Schwerpunkten für den Girls*Day auf dem Programm. Hierzu zählen Themen wie Künstliche Intelligenz, handwerkliches Geschick und der Alltag einer Physikerin.

Vielfältige Angebote für Jungen und Mädchen

Der Boys*Day bietet fünf Workshops an, die sich auf gesellschafts- und kulturwissenschaftliche Themen konzentrieren und Bereiche wie Rehabilitationspädagogik und Psycholinguistik abdecken. Insgesamt stehen knapp 300 Plätze in den Workshops zur Verfügung. Diese Diversität zielt darauf ab, Jungen und Mädchen neue Perspektiven zu eröffnen und Interesse an unterrepräsentierten Studienrichtungen zu wecken.

Die Bedeutung solcher Veranstaltungen wird durch die Herausforderungen in der MINT-Bildung unterstrichen. Gute pädagogische und didaktische Konzepte sind entscheidend für den Erfolg in diesem Bereich. Um das Interesse junger Menschen an MINT-Fächern zu fördern, sind gut organisierte Schulen, ausreichend Lehrkräfte und die richtige materielle Ausstattung notwendig. Besonders die Flexibilität in den Lehrplänen wird als wichtig erachtet, um interdisziplinäres und projektorientiertes Lernen zu ermöglichen, so die Hans Riegel Stiftung.

Die Zukunft der MINT-Bildung

Eine Studie von John Hattie aus dem Jahr 2013 zeigt, dass die Unterrichtsqualität maßgeblich vom Handeln der Lehrperson abhängt. Lehrkräfte sind für die Teilnahme an Wettbewerben im MINT-Bereich von zentraler Bedeutung. Der absehbare Mangel an MINT-Lehrkräften in den kommenden Jahren könnte die Rahmenbedingungen für die MINT-Ausbildung erheblich verschlechtern.

Projekte wie der Girls*Day und Boys*Day spielen eine wesentliche Rolle, um Lehrkräfte zu entlasten und zu unterstützen. Sie bieten Innovationspotenzial und authentische Lernzugänge. Das Ziel ist, die Schulen für externe Partner zu öffnen und ein starres Fächerdenken aufzubrechen. Zudem sollen MINT-Inhalte von der interdisziplinären Alltagsrealität der Schüler*innen ausgehen.

Durch die Förderung der MINT-Interessen und -Kompetenzen zielt die MINT-Bildung nicht nur auf den Wissenserwerb ab, sondern auch auf die Persönlichkeitsentwicklung. Übergänge von der Schule in berufliche oder universitäre MINT-Bildung werden begleitet, um jungen Menschen eine klischeefreie Studien- beziehungsweise Berufsorientierung zu ermöglichen.

Durch Veranstaltungen wie die Aktionstage an der TU Dortmund wird ein entscheidender Beitrag zur Verbesserung der MINT-Bildung entlang der gesamten Bildungskette geleistet und nachhaltige Begeisterung für MINT-Fächer bei jungen Menschen gefördert, wie auch TU Dortmund berichtet. Eine Teilnahme an solchen Workshops kann bedeutende Impulse für die zukünftige Studien- und Berufswahl der Jugendlichen setzen.