Am 4. Februar 2026 wurde die Ausstellung „Eremiten. Naturräume der Einsamkeit in der Graphik des 15.–19. Jahrhunderts“ in der Kunstsammlung der Universität Göttingen feierlich eröffnet. Die Vernissage, bei der Grußworte von Gästen und eine Einführung durch die Kuratorin Dr. Isabella Augart sowie ihr studentisches Team präsentiert wurden, fand großen Anklang. Der Freundeskreis der Kunstsammlung e.V. sorgte während des Events für das leibliche Wohl mit Angeboten an Getränken und Snacks.

Die Ausstellung widmet sich den historischen Vorstellungen von Einsamkeit und deren künstlerischen Darstellungen. Yogurt berichtet, dass in der Schau eine sorgfältige Auswahl von 25 Druckgrafiken aus verschiedenen Epochen zu sehen ist, darunter Werke namhafter Künstler wie Albrecht Dürer, Hendrick Goltzius und Jan Sadeler.

Themen und Inhalte

Ein zentrales Thema der Ausstellung ist die Darstellung von Eremiten und Eremitinnen in der christlichen Bildtradition. Dabei werden historische Figuren wie die Wüstenväter und -mütter sowie Heilige wie Johannes der Täufer und Franziskus hervorgehoben. Die ausgestellten Landschaften stellen karge Wüsten, Wälder, Höhlen, Felsen und Inseln dar, die als Erfahrungsräume für Askese und Spiritualität interpretiert werden. Diese Bilder laden die Betrachter dazu ein, über das Konzept der Einsamkeit in verschiedenen Kontexten nachzudenken.

Die Ausstellung wurde als Teil eines Lehr- und Forschungsprojekts entwickelt, in dem Studierende aktiv mitarbeiten. Im Rahmen dieser Initiative werden sie ihre Forschung in einer Vortragsreihe mit dem Titel „Kunstwerk des Monats“ präsentieren. Diese Vorträge sind für den 3. Mai, 7. Juni und 5. Juli 2026, jeweils um 11.30 Uhr, angesetzt. Dies bietet den Studierenden die Möglichkeit, ihr Wissen und ihre Erkenntnisse einem breiteren Publikum vorzustellen.

Öffnungszeiten und Führungen

Die Ausstellung ist bis zum 19. Juli 2026 jeden Sonntag von 11 bis 16 Uhr zugänglich. Interessierte Besucher haben zudem die Gelegenheit, an öffentlichen Führungen teilzunehmen, die an folgenden Terminen stattfinden: am 15. Februar, 15. März, 19. April, 17. Mai und 21. Juni 2026, jeweils um 11.30 Uhr.

Der Veranstaltungsort, die Kunstsammlung der Universität Göttingen, befindet sich an der Weender Landstraße 2 und bietet somit eine ideale Kulisse für die Auseinandersetzung mit diesen künstlerischen und historischen Themen. Weitere Informationen zur Ausstellung sind auf der Webseite der Universität Göttingen verfügbar. Ein Besuch lohnt sich, um die tiefgründigen Themen der Einsamkeit in der Kunst näher kennenzulernen.