Am 1. April 2026 vermeldet die Universität Paderborn den erfolgreichen Abschluss des Lehrinnovationsprojekts #myfirstresearchpaper am Department Wirtschaftsinformatik. Dieses Projekt wurde mit einer großzügigen Förderung von 100.000 Euro durch die Stiftung Innovation in der Hochschullehre im Rahmen der Förderlinie „Freiraum 2023“ unterstützt. Das Hauptziel bestand darin, Studierenden zu helfen, ihre wissenschaftlichen Arbeiten in Forschungspapiere umzuwandeln.
Ein besonderer Fokus des Projektes lag auf der Entwicklung von Lehrmaterialien, die nun als Open Educational Resources (OER) auf den Plattformen ORCA.nrw und twillo zur Verfügung stehen. Studierende sollen durch ein neu gestaltetes Kursangebot dazu angeregt werden, ihre Seminar-, Projekt- oder Abschlussarbeiten für wissenschaftliche Konferenzen oder Fachzeitschriften aufzubereiten. Ein gelungenes Beispiel hierfür ist Alexander Wilms, der aus seiner Bachelor-Arbeit einen Artikel im „Journal of Small Business und Enterprise Development“ veröffentlicht hat.
Ergebnisse und Kooperationen
Wilms‘ Artikel analysiert die Zusammenarbeit zwischen Familienunternehmen und Start-ups in der Region Ostwestfalen-Lippe und liefert konkrete Handlungsempfehlungen für zukünftige Kooperationen. Darüber hinaus sind vier weitere Arbeitspapiere aus dem Kurs derzeit in Begutachtung – drei für eine Konferenz und eines für eine Fachzeitschrift. Diese Erfolge zeigen die Wirksamkeit des Programms und die potenzielle Wirkung auf die wissenschaftliche Gemeinschaft.
Die Projektmethodik basierte auf dem Action Design Research-Forschungsprozess, der einen praxisorientierten Ansatz zur Entwicklung und Evaluation von Lösungen bietet. Das Projekt war in vier Phasen unterteilt: von der Konzepterstellung über die Materialerstellung und prototypische Umsetzung, bis hin zu einer Pilotphase und abschließender Evaluation. Die Verstetigung und Dissemination der Ergebnisse ist ein weiterer zentraler Bestandteil des Projekts.
Zusammenarbeit und Austausch
Im ersten Jahr wurden die Anforderungen an das Lernmodul gesammelt, was zur Erstellung der Lehrmaterialien führte. Ein Pilotdurchlauf ermöglichte es den Teilnehmenden, Rückmeldungen zur Detailanpassung zu geben. Die interne Zusammenarbeit mit dem Projekt „KoKoDiL“ zielte darauf ab, den Transfer der entwickelten Materialien zu stärken.
Zusätzlich fand ein externer Austausch mit dem Verein „Die Wirtschaftsinformatik e. V.“ statt, um die Materialien der breiteren Wirtschaftsinformatik-Community zugänglich zu machen. Diese Zusammenarbeit ist essenziell, um die Relevanz des Projekts über die Universität hinaus zu sichern und eine breitere Anwendung der erarbeiteten Inhalte zu fördern. Die Initiative zeigt, wie wichtig es ist, akademische Leistungen mit praktischen Anwendungen zu verknüpfen, und trägt dazu bei, die Qualität der Hochschulbildung nachhaltig zu verbessern.



