Robert Dehne, ein angehender Werkstoffprüfer an der TU Bergakademie Freiberg (TUBAF), spricht von einer durchweg positiven Ausbildungszeit. Diese Leistung wird nun von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Chemnitz mit einer Ehrung gewürdigt, da er einen hervorragenden Abschluss erzielt hat. Werkstoffprüfer nehmen eine zentrale Rolle in der Metall-, Material- und Elektronikforschung ein, indem sie die Eignung von Materialien für verschiedene Produkte mit vielfältigen Prüfmethoden bestimmen. Dehne, der sich bereits vor der Ausbildung für Materialien und Laborarbeit interessierte, wurde von einem Freund auf die Ausbildungsmöglichkeit an der TUBAF aufmerksam gemacht und begann seine Lehre im September 2022.

Die Ausbildung an der TUBAF ist nicht nur rechtlich als anerkannter Ausbildungsberuf gemäß dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) gefestigt, sondern bietet den Auszubildenden auch einen spannenden Einblick in die Forschung. Die TU Bergakademie Freiberg hebt hervor, dass Dehne nach seinem Abschluss weiterhin an der Universität tätig sein will. Die Vielfältigkeit und Abwechslung der Ausbildung, die durch die Mitwirkung an Forschungsprojekten motiviert wird, trägt dazu bei, dass die TUBAF als Ausbildungsstätte geschätzt wird. Aktuell bildet die TUBAF insgesamt 19 Auszubildende in verschiedenen Berufen aus, darunter Verwaltungsfachangestellte, Chemielaboranten und Mechatroniker.

Ausbildungsangebot und Perspektiven

Die Ausbildungsberufe an der TU Bergakademie umfassen eine breite Palette. Die folgende Übersicht zeigt die aktuellen Ausbildungsplätze:

Beruf Anzahl der Ausbildungsplätze
Verwaltungsfachangestellte/r 4
Fachangestellte/r für Medien- und Informationsdienste 1
Vermessungstechniker/in 1
Chemielaborant/in 3
Physiklaborant/in 1
Fachinformatiker/in 2
Werkstoffprüfer/in 2
Mechatroniker/in 2
Industriemechaniker/in 2
Elektroniker/in, FR Energie- und Gebäudetechnik 1

Die nächste Gelegenheit für den Eintritt in die Ausbildung für einen neuen Jahrgang besteht im September 2026.

Berufsbild Werkstoffprüfer

Werkstoffprüfer untersuchen metallische Werkstoffe eingehend auf deren Eigenschaften und eventuelle Schäden. Sie führen eine Vielzahl von Prüfmethoden durch, die sowohl physikalisch-technische als auch chemische Verfahren beinhalten. Dazu gehören unter anderem die Überprüfung der Härte, Festigkeit und Verformbarkeit der Materialien sowie die Anwendung von Ultraschall- oder Röntgenuntersuchungen. Dieses Berufsbild erfordert ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein, da Fehler sofort erkannt und behoben werden müssen. Die Ergebnisse der Analysen werden dabei nicht nur dokumentiert, sondern sind auch entscheidend für die Qualitätskontrolle, sowohl während als auch nach der Herstellung der Werkstoffe.

Die theoretische Ausbildung erfolgt an der Berufsschule am Beruflichen Schulzentrum für Technik und Wirtschaft „Julius Weisbach“ in Freiberg im Blockunterricht. Die praktische Ausbildung findet sowohl in den Laboren der TUBAF als auch in externen praktischen Abschnitten im Bereich „Produktion“ statt. Die technische Expertise, die während dieser 3,5-jährigen Ausbildung vermittelt wird, ist von großer Bedeutung für den industriellen Sektor.

Weitere Informationen über die Ausbildung zum Werkstoffprüfer können auf der Webseite der Technischen Universität Chemnitz eingesehen werden. Interessierte können sich direkt mit den Ansprechpartnern im Dezernat Personal in Verbindung setzen.