Am 13. April 2026 fand an der TU Chemnitz die Abschlussveranstaltung der dritten Staffel des Mentoringprogramms „WoMentYou“ statt. Zehn Teilnehmerinnen aus sechs Fakultäten erhielten ihre Zertifikate nach 18 Monaten intensiver Weiterbildung. Das Programm bot den Mentees eine individuelle Begleitung durch erfahrene Mentorinnen und Mentoren, praxisnahe Workshops sowie Einzelcoachings. Karla Kebsch, die Gleichstellungsbeauftragte der TU Chemnitz, unterstrich die immense Bedeutung von Mentoring für die Personalentwicklung, insbesondere im akademischen Bereich.
Nicole Dietrich, die Koordinatorin des Projekts, erinnerte an die Vielzahl an Angeboten, die den Mentees zur Verfügung standen. Die ehemalige Teilnehmerin Dr. Andresa Germano teilte ihre Erfahrungen als internationale Wissenschaftlerin und sprach über die Herausforderungen, mit denen sie konfrontiert war.
Erfolge und persönliche Entwicklung
Die Teilnehmerinnen berichteten von einem intensiven Austausch innerhalb der Gruppe, der zu individueller Förderung und persönlichem Wachstum führte. Der Aufbau nachhaltiger Netzwerke wurde als ein zentraler Aspekt des Programms hervorgehoben. Dr. Hendrikje Carius und Prof. Dr. Manja Krüger, beide Mentorinnen, waren ebenfalls bei der Veranstaltung anwesend und übergaben die Zertifikate gemeinsam mit der Gleichstellungsbeauftragten und der Projektkoordinatorin.
Zusätzlich erhielten die Teilnehmerinnen Einblicke bei einer Führung durch die Universitätsbibliothek. „WoMentYou“ zielt darauf ab, die Gleichstellung für Nachwuchswissenschaftlerinnen zu fördern und deren Karriereentwicklung aktiv zu unterstützen. In dieser dritten Staffel standen Themen wie Empowerment, Führungskompetenz, Kommunikation, Resilienz, Berufung und strategische Karriereplanung im Fokus.
Mentoring-Programme als Schlüssel zur Chancengleichheit
Die Bedeutung von Mentoring-Programmen für Wissenschaftlerinnen kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Auf nationaler Ebene leisten verschiedene Initiativen wie Mentoring Hessen wertvolle Beiträge, um Frauen in Wissenschaft und Wirtschaft zu unterstützen. Mentoring Hessen betont die Förderung von Frauen nicht nur in der akademischen Laufbahn, sondern auch in anderen Karrierewegen.
Das Forum Mentoring e.V. bündelt bundesweite Hochschul-Mentoring-Programme und bietet umfassende Ressourcen. Dabei sind zahlreiche Programme für unterschiedliche Zielgruppen und Fachrichtungen entstanden. Beispiele sind das Leibniz-Mentoring, welches promovierte Forscherinnen auf dem Weg zu Führungspositionen unterstützt, und das Fraunhofer Talenta, das Karriere- und Entwicklungsprogramme für weibliche Führungskräfte anbietet. Auch an der TU Chemnitz wird mit „WoMentYou“ ein spezifisches Programm angeboten, das Frauen in höheren Hierarchiestufen fördert.
Dr. Catherine Barnes-Scheufler, Neurowissenschaftlerin und Mitgründerin von FLASH, beschreibt ihre positive Erfahrung mit Mentoring Hessen und ermutigt andere Frauen, sich ebenfalls an solchen Programmen zu beteiligen.
Zusammenfassend zeigt sich, dass Mentoring-Programme nicht nur den individuellen Karriereweg von Wissenschaftlerinnen fördern, sondern auch die gendergerechte Teilhabe in der Wissenschaft langfristig stärken.