Am 19. Februar 2026 fand im Haus Elfert im Museumsdorf Cloppenburg eine bedeutende Veranstaltung des Projekts „MEMENTOmobil“ der Universität Vechta statt. Diese Initiative zielt darauf ab, Erinnerungsarbeit mit Senioren zu leisten, insbesondere für Menschen mit Demenz. Zehn Bewohnerinnen und Bewohner des Pius-Stifts sowie einer Wohngruppe des Stifts nahmen an diesem Workshop teil, der eine erfahrene und herzliche Atmosphäre bot.
Das Haus Elfert, ein Einfamilienhaus aus den 1950er-Jahren, dient seit 2017 als Außenstandort des Museumsdorfes. Die Veranstaltung wurde von Lukas Aufgebauer, dem Leiter der museumspädagogischen Abteilung, und Ute Reckemeier, der Leiterin des Sozialdienstes des St. Pius-Stifts, organisiert. Durch die Verwendung vertrauter Objekte wurde ein Umfeld geschaffen, das nostalgische Gefühle aktiviert und den Teilnehmenden hilft, ihre kognitiven Fähigkeiten und sozialen Interaktionen zu fördern.
Aktivitäten und positive Rückmeldungen
Während der Veranstaltung wurden verschiedene Gesellschaftsspiele wie „Mensch-Ägere-Dich-Nicht“ und „Begriffe-Bingo“ angeboten. Auch eine Kaffeetafel sorgte für eine gemütliche und einladende Atmosphäre. Interessantes Detail: Die Verwendung originaler Objekte spielt eine entscheidende Rolle bei der Aktivierung von Erinnerungen und Emotionen, was den Teilnehmern wertvolle Abwechslung in ihrem Alltag bietet.
Andrea Teti, Professor für Gerontologie, und Traugott Haas, Diplomdesigner, leiteten das Seminar. Die positiven Rückmeldungen der Beteiligten unterstrichen das wertschätzende Miteinander und die Bedeutung solcher Angebote für Menschen mit Demenz. Es zeigt sich, dass diese Art von Veranstaltungen nicht nur die Teilnehmenden bereichert, sondern auch dazu beiträgt, ihre Lebensqualität zu verbessern.
Demenznetzwerk Cloppenburg
In Deutschland leben derzeit etwa 1,6 Millionen Menschen mit Demenz, mit einer Prognose von 2,8 Millionen bis 2050. Vor diesem Hintergrund spielt das Demenznetzwerk für den Landkreis Cloppenburg eine wichtige Rolle. Es verfolgt mehrere Ziele, darunter die frühe Erreichung und Integration von Menschen mit Demenz sowie betreuenden Angehörigen in das Netzwerk.
- Erhalt und Förderung von Selbstbestimmung und Teilhabe
- Leichter Zugang zu Informationen und Unterstützungsmaßnahmen
- Wohnortnahe Angebote schaffen und Ansprechpartner kennenlernen
- Verbesserung der Vernetzung zwischen professionellen Akteuren
Die sozialpolitischen Ziele des Netzwerks beinhalten die Sicherung der langfristigen häuslichen Pflege und den Ausbau der Versorgungskette. Zudem ist eine Sensibilisierung der Bürger für das Thema Demenz von großer Bedeutung, um Hilfe- und Entlastungsangebote bekannter zu machen.
Aufgrund der positiven Entwicklungen dürfen sich die Teilnehmenden in Zukunft auf weitere Veranstaltungen im Rahmen des Projekts „MEMENTOmobil“ freuen. Dies zeigt, wie wichtig solche Initiativen für die Gesellschaft sind, um den Bedürfnissen von Menschen mit Demenz stetig gerecht zu werden.