Heute, am 14. Februar 2026, wurde bekannt, dass Dr. Elena Velado-Alonso von der Universität Göttingen ein bedeutendes Stipendium der Europäischen Union im Rahmen der Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen erhält. Mit diesem Stipendium startet sie ein ambitioniertes Projekt mit dem Titel „METAGROLAND“, das eine Laufzeit von zwei Jahren hat.
Das zentrale Ziel des Projekts ist die Optimierung staatlich finanzierter Agrarumweltprogramme, die auf eine umweltfreundliche Bewirtschaftung von Äckern ausgerichtet sind. In Zeiten, in denen der Verlust der biologischen Vielfalt in Europas Agrarlandschaften als zentrales Problem angesehen wird, ist die Arbeit von Dr. Velado-Alonso besonders relevant. Sie wird die Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Lebewesen und deren Auswirkungen auf die landwirtschaftlichen Erträge eingehend untersuchen.
Ziele und Methodik von METAGROLAND
Ein wichtiger Bestandteil der Untersuchung wird die Analyse der Auswirkungen von Bestäuber-Gemeinschaften sein, wie zum Beispiel Bienen und Schmetterlinge. Das Projekt wird erforschen, wie solche Gemeinschaften die Pflanzenvermehrung und letztendlich die Ernteerträge beeinflussen. Gefördert wird das Vorhaben durch das EU-Programm „Horizont Europa“, das darauf abzielt, innovative Forschungsprojekte zu unterstützen und die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis zu stärken.
Ein weiteres zentrales Element von METAGROLAND ist die Untersuchung von Maßnahmen zur Förderung der Artenvielfalt, wie etwa die Einrichtung von Blühflächen zwischen den Ackerflächen. Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, Bestäuber-Arten anzuziehen und die Populationen von Insekten zu fördern. Das Projekt berücksichtigt auch soziale Netzwerke unter Landwirten und deren Einfluss auf ökologische Entscheidungen. Dr. Velado-Alonso hebt hervor, wie wichtig diese sozialen Aspekte für den Erfolg von Naturschutzmaßnahmen sind, die über einzelne Felder hinaus wirken sollten.
Entwicklung von Leitlinien
Ein weiterer entscheidender Punkt von METAGROLAND ist die Entwicklung von Leitlinien für Agrarumweltprogramme, die sowohl ökologische als auch bewirtschaftende Aspekte in Einklang bringen. Dr. Velado-Alonso ist überzeugt, dass diese integrierten Maßnahmen entscheidend sind, um eine nachhaltige Landwirtschaft zu ermöglichen und gleichzeitig die Biodiversität zu fördern.
Mit der Initiative METAGROLAND hofft Dr. Elena Velado-Alonso, essentielle neue Erkenntnisse zu gewinnen, die zur Bewältigung der aktuellen Herausforderungen in der Agrarwirtschaft beitragen können. Ihre Forschung wird nicht nur für die Wissenschaft von Bedeutung sein, sondern auch praktische Implikationen für Landwirte und Entscheidungsträger im Bereich der Umweltpolitik haben.