Vom 10. bis 12. März 2026 versammelten sich Forschende der europäischen Hochschulallianz UNIC im RUB Makerspace in Bochum. Dieses Treffen bot eine bedeutende Gelegenheit, um neue Kooperationen und innovative Projektideen für zukünftige Forschungsprojekte zu entwickeln. Teilnehmende aus zehn Partneruniversitäten der UNIC, darunter die Ruhr-Universität Bochum, tauschten Ideen aus und legten den Grundstein für intensivere Forschungskooperationen.
Besonders hervorzuheben ist, dass dies das erste Mal war, dass Forschende und Mitarbeitende aus den Bereichen Forschungsförderung und -management gemeinsam an einem Ort zusammenkamen. Prof. Dr. Achim von Keudell, Prorektor der Ruhr-Universität Bochum, unterstrich die Bedeutung des persönlichen Austauschs für die Förderung europäischer Forschungsinitiativen. Der Auftakt bildete das Treffen der UNIC Research Support Expert Group am 10. März, wo über die Strukturen der Forschungsunterstützung und die Herausforderungen bei internationalen Förderanträgen diskutiert wurde.
Vielfalt und Interdisziplinarität im Fokus
Im Verlauf des Treffens fanden mehrere Kooperationsworkshops statt, um neue Projektideen zu entwickeln. Die Formate reichten von Speed-Networking über thematische Mapping-Übungen bis hin zu Gruppenarbeiten, die darauf abzielten, gemeinsame Interessen und Kompetenzen zu identifizieren. Prof. Dr. Semiha Denktas, Gesamtkoordinatorin der UNIC-Allianz, hob die Vielfalt der Expertise als eine der größten Stärken der Allianz hervor.
Die UNIC-Allianz wurde im Jahr 2020 gegründet und umfasst heute 50 Erasmus+ Hochschulallianzen. Ihr Ziel ist es, internationale Mobilitätsprogramme, virtuelle Kooperationen sowie interdisziplinäre Forschungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten zu fördern. Ein besonderer Fokus liegt auf den Herausforderungen von postindustriellen Städten, was die Relevanz und Dringlichkeit der Themen unterstreicht, die in den Workshops behandelt wurden.
EU-Initiativen und zukünftige Entwicklungen
Die UNIC-Allianz ist Teil der größeren Initiative „Europäische Hochschulen“, die von der EU ins Leben gerufen wurde, um Forschung und Lehre in Europa zu bündeln. Diese Politik wird durch das Erasmus+ Programm finanziert, das 2023 eine Ausschreibung für ein Budget von 145,6 Millionen Euro veröffentlichte. Dieses Programm richtet sich hauptsächlich an bestehende Allianzen, die 2022 gefördert wurden, ermöglicht aber auch neuen Allianzen eine Teilnahme.
Bislang sind 65 EU-geförderte Hochschulallianzen aktiv, darunter 73 Allianzen mit fast 650 Hochschulen aus 36 Ländern. In Deutschland sind 67 Hochschulen an 59 dieser Allianzen beteiligt. Die Initiativen zielen darauf ab, die Zahl der Hochschulallianzen bis Mitte 2024 auf 60 zu steigern, verbunden mit der Entwicklung gemeinsamer Studienprogramme und Governance-Strukturen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die jüngsten Entwicklungen innerhalb der UNIC-Allianz und die Unterstützung durch die EU-Initiativen einen wichtigen Beitrag zur Vernetzung und Mobilität im europäischen Hochschulraum leisten. Diese Schritte sind entscheidend, um die zukünftigen Herausforderungen in sich verändernden urbanen Kontexten anzugehen und die Innovationskraft der Hochschulen in Europa zu stärken.