Die Vorbereitungen für den European Workshop for Rheumatology Research (EWRR) sind auf Hochtouren. Vom 16. bis 18. April 2026 findet die Veranstaltung im Media Docks in Lübeck statt. Zielgruppe sind Forschende, medizinisches Fachpersonal sowie Expert*innen im Bereich Rheumatologie. Der Workshop hat den Zweck, den Wissensaustausch zu fördern, neue Entwicklungen zu diskutieren und die Zusammenarbeit in der Rheumatologie voranzutreiben.
Der EWRR gilt als eine der führenden Tagungen für Grundlagen- und translationale Forschung zu rheumatischen und muskuloskelettalen Erkrankungen (RMDs). Seit dem Start der EWRR-Reihe im Jahr 1981 hat sich die Veranstaltung als bedeutende Plattform etabliert, um die neuesten Erkenntnisse über Krankheitsmechanismen, Biomarker und Behandlungsansätze zugänglich zu machen. Ein zentrales Anliegen der Organisatoren ist die Ansprache junger Wissenschaftler*innen aus Europa, um ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre eigenen Forschungsergebnisse vorzustellen.
Programm und Schwerpunkte
Das Kongressprogramm umfasst zehn wissenschaftliche Sitzungen und wird von zwei Keynote-Vorträgen abgerundet. Zudem werden 20 Vorträge in Fachsitzungen von renommierten internationalen Forschern gehalten. Eine Besonderheit sind die vier kurzen Vorträge pro Sitzung, die aus herausragenden Abstracts ausgewählt werden. Interaktive Posterrunden bieten die Gelegenheit, die drei besten Vorträge und Poster auszuzeichnen, was eine spannende Dynamik für den Austausch der Teilnehmenden schafft.
Das Organisationsteam, bestehend aus Prof. Markus Hoffmann, Prof. Gabriela Riemekasten und Dr. Jens Humrich, hat sich das Ziel gesetzt, den Workshop als einen Ort der Vernetzung und Innovation zu gestalten.
Forschung und Wissensvermittlung
Die Veranstaltung findet im Kontext einer kontinuierlichen Weiterentwicklung der Rheumaforschung Statt. Die Rheuma-Liga hebt hervor, dass die Veröffentlichung neuer Forschungsergebnisse und Informationen in diesem Bereich von großer Bedeutung ist. Die „Annals of the Rheumatic Diseases“ (ARD) fungieren als offizielles Organ der EULAR und sind die bedeutendste Zeitschrift in der Rheumatologie. Laienversionen ausgewählter Fachartikel werden erstellt, um die Ergebnisse auch für Patienten und Nicht-Wissenschaftler zugänglich zu machen, was zu einer besseren Information der Öffentlichkeit beiträgt.
Darüber hinaus entwickelt die EULAR Empfehlungen zur Diagnostik und Therapie rheumatologischer Erkrankungen. Für diese Empfehlungen werden ebenfalls Laienversionen in englischer Sprache bereitgestellt, die in Zusammenarbeit mit Patientenvertretern erstellt werden, um sicherzustellen, dass die Informationen korrekt und verständlich sind. Auf der Webseite der EULAR stehen zudem aktuelle Forschungsergebnisse und deutsche Übersetzungen der Laienversionen zur Verfügung.
Die Kombination aus wissenschaftlichem Austausch und einer breiten Wissensvermittlung verspricht, den EWRR zu einem bedeutenden Ereignis für die rheumatologische Gemeinschaft in Europa zu machen.



