Am 17. Februar 2026 wird es spannend in der maritimen Welt: Die Universität Hamburg und die F. Laeisz GmbH vergeben zum ersten Mal den F. Laeisz Award für Maritime Innovation. Diese neue Auszeichnung honoriert innovative wissenschaftliche und praxisnahe Projekte, die sich mit der nachhaltigen Transformation der maritimen Wirtschaft befassen. Bei der Vergabe im Rahmen der Hamburg Sustainability Week 2026 stehen Projekte mit einem hohen Transformationspotenzial im Fokus.

Leuchtturmprojekte in den Bereichen Dekarbonisierung, Umwelt- und Ökosystemschutz, nachhaltige Wertschöpfungsketten, Logistikprozesse und Digitalisierung können sich um den Preis bewerben. Dieser ist mit 20.000 Euro dotiert und richtet sich an Studierende, Forschende, Projektteams, Initiativen und Start-ups aus dem deutschsprachigen Raum. Bis zum 17. April 2026 haben Interessierte Zeit, ihre Projekte über ein Online-Formular auf der Homepage der Universität Hamburg einzureichen.

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Der Preischancen und die Jury

Mit der Auszeichnung sollen insbesondere Projekte in frühen Entwicklungs- oder Pilotphasen gefördert werden. Eine interdisziplinäre Jury aus Wissenschaft, maritimer Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Politik und öffentlichen Institutionen wird die Bewerbungen bewerten. Kriterien wie Innovationsgrad, Nachhaltigkeitswirkung, Umsetzbarkeit und Entwicklungsperspektive spielen dabei eine zentrale Rolle. Die Preisverleihung erfolgt im Juni 2026, ebenfalls im Rahmen der Hamburg Sustainability Week.

Nationale Anstrengungen zur Dekarbonisierung

In diesem Kontext gewinnt auch der neue Förderschwerpunkt MARITIME.zeroGHG zunehmend an Bedeutung. Teil des Maritimen Forschungsprogramms des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz, hat dieser Förderschwerpunkt das Ziel, technologische Grundlagen für die Dekarbonisierung der Schifffahrt und des Schiffbaus zu schaffen. Ein Budget von 30 Millionen Euro steht bereit, um klimafreundliche Schiffsantriebe und alternative Kraftstoffe zu entwickeln und praxisnah zu demonstrieren.

Gesicht des Koordinators der Bundesregierung für Maritime Wirtschaft und Tourismus, Dieter Janecek, setzt sich die Bundesregierung seit Jahren für mehr Klimaschutz in der Schifffahrt ein. Die internationale Gemeinschaft hat bereits im Juli 2023 neue Strategien zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen beschlossen, mit dem ambitionierten Ziel, bis 2050 Klimaneutralität im Seeverkehr zu erreichen. Der Förderschwerpunkt MARITIME.zeroGHG untersucht dabei den gesamten Lebenszyklus der Schiffe und berücksichtigt auch bereits bestehende Flotten, die oft eine Restlebensdauer von über 20 Jahren haben.

Das Maritime Forschungsprogramm unterstützt die Branche jährlich mit rund 90 Millionen Euro und fördert nicht nur innovative Ansätze zur Reduzierung der Emissionen, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Werften durch effiziente und klimafreundliche Technologien.

Fazit

Die Entwicklungen rund um den F. Laeisz Award und MARITIME.zeroGHG zeigen, wie ernsthaft und innovativ die maritime Branche an der nachhaltigen Transformation arbeitet. Es bleibt abzuwarten, welche kreativen Ideen und Technologien aus diesen Initiativen hervorgehen werden. Der Weg zur Klimaneutralität in der Schifffahrt ist steinig, doch er bietet auch große Chancen für eine zukunftsfähige maritime Wirtschaft.