Am 18. März 2026 wurde das FALTER Lab auf dem Campus der Europa-Universität Flensburg als Experimentierraum für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) vorgestellt. Ins Leben gerufen wurde das FALTER Lab durch ein Interview mit Prof. Dr. Stephanie Stiegel und Elisa Dettlof, in dem sie die umfassenden Ziele und Methoden des Labors erläuterten. BNE ist ein zentrales Element der UN-Nachhaltigkeitsziele, insbesondere Ziel 4, das hochwertige Bildung betont. Das Lab richtet sich an Studierende, die dort unterschiedliche kreative Lehr- und Lernmethoden testen können, um ihre eigenen BNE-Projekte zu entwickeln und umzusetzen. Es bietet eine inspirierende Atmosphäre mit Arbeitsbereichen und einer naturnahen Außenumgebung, die zur kreativen Entfaltung anregen soll.
FALTER Lab kombiniert natur- und kulturwissenschaftliche Perspektiven und thematisiert aktuelle Herausforderungen wie den Klimawandel, Biodiversität sowie soziale Ungerechtigkeiten. Geplant sind auch weitere Kooperationen mit Praxispartner*innen, die die Studierenden beim Erarbeiten von Projekten und Abschlussarbeiten unterstützen. Um den Austausch über transformative Bildung und BNE zu fördern, organisiert die BNE-Agentur Schleswig-Holstein im kommenden März ein Netzwerktreffen an der Europa-Universität Flensburg.
Transformative Bildung im Fokus
Im Kontext der BNE wird insbesondere das Konzept der transformativem Lernen hervorgehoben. Der Austausch im FALTER Lab soll dazu beitragen, die Grenzen zwischen schulischer und außerschulischer Bildung aufzulösen. Ziel ist es, Lernende dabei zu unterstützen, Umweltprobleme zu bewältigen und sich für eine gerechtere Welt zu engagieren. Auch die Webseite des FALTER Labs hält Informationen zu Veranstaltungen und Materialien bereit, die für Interessierte von Bedeutung sind. Unter den allgemeinen Öffnungszeiten ist das FALTER Lab jeden zweiten und vierten Dienstag im Monat von 11 bis 15 Uhr zugänglich.
Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) plant im Jahr 2024 einen Förderschwerpunkt, um transformative Bildung in Deutschland weiter zu stärken. Dieses Engagement ist unverzichtbar, um die nötigen Veränderungen in Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft voranzutreiben, die zur Erreichung der UN-Nachhaltigkeitsziele notwendig sind. Der Fokus liegt darauf, Menschen zu befähigen, verantwortungsbewusste Entscheidungen zu treffen und an zukunftsfähigen Lösungen aktiv mitzuwirken.
Praktische Ansätze zur Bildung für nachhaltige Entwicklung
Um diese Ziele zu erreichen, verbindet die DBU verschiedene Ansätze, darunter Service Learning und Citizen Science, die in lokalen und regionalen Projekten umgesetzt werden. Diese Projekte zielen darauf ab, konkrete Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten, mit dem Anspruch, dass lernen und handeln eng miteinander verknüpft werden. Beispiele für solche Initiativen sind nachhaltiges Ressourcenmanagement, Schulprojekte zur Pflege von Streuobstwiesen oder die Verbesserung des Mikroklimas durch Dachbegrünungen.
Darüber hinaus gibt es auch praktische Ansätze, wie die Förderung der Planetary Health Diet in Schulen und Quartieren, sowie Projekte zur Förderung urbaner Nahrungsmittelproduktion. Solche Modelle sollen als Beispiele dienen, die auf andere Regionen und Institutionen in Deutschland übertragbar sind. Das gemeinsame Ziel dieser diversen Projekte und Initiativen ist es, nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern auch einen tatsächlichen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zu leisten.
Auf diese Weise wird deutlich, dass Bildung für nachhaltige Entwicklung nicht nur in theoretischen Rahmenwerken verankert ist, sondern greifbare Veränderungen im Alltag und in der Gesellschaft bewirken soll. Durch innovative Bildungsansätze wird eine zukunftsfähige Perspektive eröffnet, die es den Beteiligten ermöglicht, aktiv an der Gestaltung einer besseren Welt zu arbeiten.
Für weitere Informationen zu den Aktivitäten rund um BNE und die Programme der DBU können Interessierte die Websites von Uni Flensburg, BMBF und DBU besuchen.