Am 6. März 2026 veranstaltet das Göttinger Science Communication Network eine spannende Ausstellung, die sich mit der Vermittlung wissenschaftlicher Erkenntnisse beschäftigt. Die zentrale Leitfrage dieser Ausstellung lautet: Wie können Forschende die Komplexität, Relevanz und Schönheit ihrer Arbeit einer breiteren Öffentlichkeit näherbringen? Diese Initiative zielt darauf ab, das Bewusstsein für die Bedeutung von Wissenschaft in unserem Alltag zu schärfen und die Sichtbarkeit von Forschung zu erhöhen.
Im Rahmen der Ausstellung wird auch der Wettbewerb „Research Images of the Year“ ausgerufen, bei dem die schönsten Forschungsbilder des Jahres gesammelt werden. Die Ausstellung findet vom 12. März bis zum 10. April 2026 im Forum Wissen statt. Eine Expertenjury, bestehend aus Mitgliedern der Kunst, Wissenschaft und Wissenschaftskommunikation, hat bereits aus über 56 Einreichungen fünf Gewinner ausgewählt. Zudem wurde eine Auswahl der „Best of 20“ getroffen, die den Besuchern präsentiert wird.
Eröffnung und Rahmenprogramm
Die offizielle Eröffnung der Ausstellung findet am 11. März 2026 um 18 Uhr im Vestibül neben dem Museumscafé statt. Diese Veranstaltung wird in englischer Sprache gehalten, Fragen können jedoch auch auf Deutsch gestellt werden. Zu den Rednern zählen Prof. Dr. Christoph Bleidorn, Dr. Sandra Potsch, Dr. Hyojin (Jin) Kim und die Mitglieder der Jury sowie die Gewinner der Wettbewerbsteilnahme. Weitere Informationen sind auf der Webseite des Forums Wissen verfügbar, und Interessierte können Dr. Hyojin (Jin) Kim vom Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation unter der E-Mail-Adresse hyojin.kim@uni-goettingen.de kontaktieren.
Diese Ausstellung fügt sich in einen größeren Kontext ein, der von der Bundesregierung durch das BMFTR gefördert wird. Dabei wird zunehmend erkannt, dass wissenschaftliche Erkenntnisse eine zentrale Rolle dabei spielen, gesellschaftliche Herausforderungen zu meistern. Im Koalitionsvertrag von 2021 wurde Wissenschaftskommunikation als essenzieller Bestandteil der politischen Agenda verankert, um die Bürger besser über wissenschaftliche Leistungen zu informieren und den Austausch mit Forschenden zu fördern.
Die Rolle der Wissenschaftskommunikation
Wissenschaftskommunikation ist nicht nur ein Mittel, um Forschungsergebnisse zu verbreiten, sondern sie stärkt auch die Demokratie und verbessert den gesellschaftlichen Diskurs. Durch die Förderung des Dialogs zwischen Wissenschaft und Praxis, etwa durch die Transfer Unit des BMFTR, werden gesellschaftliche Herausforderungen gezielt angegangen. Zudem unterstützt die Impact Unit die Gestaltung und Evaluation von Wissenschaftskommunikation.
Das zentrale Informations- und Diskussionsportal für Wissenschaftskommunikation, Wisskomm.de, sowie der Wisskomm-Campus, der Online-Kurse zur Wissenschaftskommunikation für Forschende anbietet, sind wichtige Ressourcen in diesem Bereich. Darüber hinaus werden Medienschaffende durch das Science Media Center bei der Berichterstattung über wissenschaftliche Themen unterstützt.
Um den Hochschulbereich weiter zu stärken, wurden seit 2022 Innovationsfonds für Wissenschaftsjournalismus ins Leben gerufen, und die Beratungsunit Wissenschaftskommunikation bietet Unterstützung bei Fragen zur Projektförderung. In diesem Zusammenhang ist #FactoryWisskomm eine Diskursplattform zur Weiterentwicklung der Wissenschaftskommunikation, die auch international für den Austausch in diesem Bereich engagiert ist.
Die Zusammensetzung und die umfassenden Aktivitäten der Bundesregierung in der Wissenschaftskommunikation zeigen deutlich, wie wichtig es ist, die breite Öffentlichkeit für wissenschaftliche Themen zu sensibilisieren und den Kontakt zwischen Forschung und Gesellschaft zu fördern.