Am 19. März 2026 stehen in Bamberg besondere Theateraufführungen auf dem Programm. Das Germanistisch-Literarische-Universitäts-Theater (GLUT) der Neueren deutschen Literaturwissenschaft präsentiert eine Neuinterpretation von Max Frischs zeitlosen Klassikern mit dem Stück „Brandstifter – Eine Farce in drei Mahlzeiten“. Diese Aufführungen finden im Irmler-Musiksaal der ERBA statt, einem bedeutenden Veranstaltungsort in der Stadt.
Die Premiere des Stückes ist für Donnerstag, den 26. März 2026, um 20 Uhr angesetzt, wobei der Einlass bereits um 19.30 Uhr beginnt. Weitere Aufführungen sind für das Wochenende und den darauf folgenden Montag sowie Mittwoch geplant, sodass das Publikum die Gelegenheit hat, die Inszenierung an verschiedenen Terminen zu erleben.
Aufführungsdetails und Zugang
Die Aufführungen sind kostenfrei, was sie einer breiten Öffentlichkeit zugänglich macht. Laut uni-bamberg.de handelt es sich bei der Inszenierung um eine umfassende Auseinandersetzung mit den Themen Feigheit, falsche Toleranz und Duldung, die auch in den Werken Frischs zentral sind.
Die dramaturgische und technische Leitung liegt in den Händen von Christian Mehle. Interessierte können sich auf der Webseite der Universität Bamberg weiter über das Lyrikprojekt informieren. Bei inhaltlichen Fragen steht Prof. Dr. Iris Hermann als Ansprechpartnerin zur Verfügung.
Max Frisch: Ein bedeutender Schriftsteller
Max Frisch, der von Mai 1911 bis April 1991 lebte, gilt als einer der herausragendsten Schweizer Schriftsteller. Bekannt wurde er nicht nur durch seine Theaterstücke wie „Biedermann und die Brandstifter“ und „Andorra“, sondern auch durch seine Romane, darunter „Stiller“, „Homo faber“ und „Mein Name sei Gantenbein“. Seine Werke werden häufig im deutschsprachigen Bildungswesen unterrichtet und in viele Sprachen übersetzt, wie Wikipedia ausführlich darlegt.
Frischs Schaffen thematisiert häufig Identität, Geschlechterrollen und die vielfältigen Möglichkeiten der Sprache. Diese zentralen Themen spiegeln sich auch in der bevorstehenden Aufführung wider. Die komplexen Beziehungen und persönlichen Konflikte, die Frisch in seinen Texten behandelt, sind nach wie vor relevant und regen zur Reflexion an.
Seine prägende Schaffenszeit begann mit dem Erfolg des Romans „Jürg Reinhart“ im Jahr 1934. Nach dem Zweiten Weltkrieg erlangten seine Theaterstücke zu neuem Ansehen. Frisch, der auch als Architekt gearbeitet hatte, war sich der politischen und sozialen Problematik seiner Zeit bewusst und nahm dies in seine literarischen Auseinandersetzungen auf.
Für alle Theaterliebhaber in und um Bamberg bietet sich mit den bevorstehenden Aufführungen eine einzigartige Gelegenheit, sich mit dem Werk von Max Frisch auseinanderzusetzen und die zeitlosen Fragen, die sein Schaffen aufwirft, neu zu entdecken.