Im Folkwang Tanzstudio ist die Vorfreude groß, denn ab dem 17. April 2026 stehen zwei spannende Uraufführungen auf dem Programm. Das Ensemble, bestehend aus talentierten Tänzern wie Mateusz Bogdanowicz, Subin Cho, Tullia Francischiello und weiteren, stellt in der Neuen Aula am Campus Essen-Werden seine neuesten choreografischen Arbeiten vor. Das Folkwang Tanzstudio (FTS), das dem Institut für Zeitgenössischen Tanz (IZT) der Folkwang Universität der Künste angehört, präsentiert ein Programm, das auf individuellen kreativen Prozessen und unterschiedlichen Ansätzen der Bewegungsgestaltung basiert.
Das Ensemble erhält Unterstützung von Studierenden des Masterstudiengangs Tanzkomposition | Interpretation, was die Verbindung zwischen Theorie und Praxis exemplifiziert. Mit einer Kombination aus Körper, Bewegung, Klang und Dramaturgie werden facettenreiche Tanzstücke geschaffen. Die Aufführungen von Chung Can Duncan Tung und Sasha Krutikova finden am 17. und 18. April statt, während die Choreografien von Teresa Curotti und Yun-Chu Wen (Ljavaus Pacekelj) am 24. und 25. April uraufgeführt werden.
Vorstellungen und Eintrittspreise
Alle Aufführungen beginnen um 19.30 Uhr, und die Kartenpreise liegen bei 15 Euro, ermäßigt 8 Euro. Schüler*innen können bei Vorlage ihres Schulausweises kostenfreien Eintritt erhalten. Die Tickets sind über die Folkwang Kartenhotline, per E-Mail und an der Abendkasse erhältlich.
Der zeitgenössische Tanz, zu dem das Folkwang Tanzstudio wesentlich beiträgt, hat eine lange Geschichte, die bis in die Anfänge des 20. Jahrhunderts zurückreicht. Die amerikanische Choreografin Martha Graham prägte den Begriff „Modern Dance“, während in Deutschland der deutsche Ausdruckstanz, beeinflusst vom Expressionismus, entstand. Wichtige Vertreter dieser Strömung wie Gret Palucca und Mary Wigman konnten bedeutende Erfolge verzeichnen.
Nach einer Phase der Unterbrechung infolge von Naziherrschaft und Krieg kam es in den 1970er Jahren zur Wiederbelebung des modernen Tanzes, unter anderem durch Choreografen wie Pina Bausch und Johann Kresnik. Die klassische Neuausrichtung des zeitgenössischen Tanzes wird weiterhin durch biennale Veranstaltungen wie die Tanzplattform Deutschland gefördert, die ein Forum für kreative Tänzer*innen bietet.
Insgesamt zeigt das Folkwang Tanzstudio, dass der zeitgenössische Tanz lebendig bleibt und sich ständig weiterentwickelt. Die Uraufführungen versprechen nicht nur spannende Choreografien, sondern auch einen Einblick in die verschiedenen kulturellen und künstlerischen Strömungen, die den Tanz prägen. Diese Aufführungen sind ein wichtiger Schritt für die Tänzer*innen des Ensembles und für die Kulturlandschaft in Deutschland.