Bei der siebten Ausgabe der War on Screen Fabrique wurden zwei herausragende Projekte von Studierenden und Alumni der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf ausgezeichnet. Diese Anerkennung zeigt die kontinuierliche Unterstützung junger Filmemacher in Europa, die sich mit den Themen Krieg und Konflikte auseinandersetzen. Die Preise, bekannt als „WOS Fabrique Award“, dienen als finanzielle Anschubhilfe für die Realisierung von Kurzfilmprojekten. Insgesamt wurden drei Projekte der Filmuniversität zur Teilnahme am Programm eingeladen.

Der erste ausgezeichnete Kurzfilm, „CANS“, unter der Regie von Anastasiia Lukova und Antoine Freuchet, erzählt die Geschichte einer jungen Frau und ihrer Großmutter, die in einem surrealen Keller Schutz vor Drohnen suchen. Der Film stellt die Frage, ob sich der Kampf für kommende Generationen wirklich lohnt. Der zweite ausgezeichnete Film, „BAREFOOT“, stammt von Alumni Dyaa Naim (Regie und Buch) und Roshak Ahmad (Produzentin). Im Zentralsyrien, genauer gesagt in der zerstörten Stadt Suwaida, versucht der Protagonist Murad ein Paar Schuhe gegen ein Stück Fleisch einzutauschen. Diese Schuhe gehören Adel, einem ehemaligen Oberst, der voller Empörung über den gesellschaftlichen Zusammenbruch ist.

Hintergrund und Unterstützung der Filmprojekte

War on Screen Fabrique ist ein europäisches Programm, das seit 2019 junge Filmschaffende in ihrer Entwicklung fiktionaler Inhalte unterstützt, die kriegerische Auseinandersetzungen thematisieren. Im aktuellen Auswahlverfahren wurden insgesamt elf Projekte ausgewählt, um an Schreibresidenzen teilzunehmen und fünf dieser Projekte wurden von einer internationalen Jury zur Förderung ausgewählt. Die Preise variieren zwischen 13.000 und 18.000 Euro und dienen als Grundlage für die Produktionsbudgets.

Die Durchführung der War on Screen Fabrique wird durch mehrere europäische Partner unterstützt, und weitere Förderungen sind in der Planung. In den kommenden Monaten werden die Teams an der Sicherstellung der restlichen Finanzierung arbeiten. Die bereits geförderten Projekte sollen im Rahmen des War on Screen Festivals 2027 erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Das Programm Kreatives Europa

Dieser Erfolg der Filmuniversität und die finanzielle Förderung stehen im Einklang mit den Zielen des Programms Kreatives Europa der Europäischen Union. Dieses Programm zielt darauf ab, die kulturelle und sprachliche Vielfalt innerhalb der EU zu bewahren und zu fördern, während gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit des Kultur- und Kreativsektors gesteigert wird. Es umfasst verschiedene Aktionsbereiche, darunter den audiovisuellen Sektor, der besonders relevant für die teilnehmenden Projekte ist. Für den Zeitraum von 2021 bis 2027 sind insgesamt 1,842 Milliarden Euro eingeplant, wobei mindestens 58% dem Bereich MEDIA zugutekommen werden.

Die Unterstützung durch Kreatives Europa und ähnliche Programme verdeutlicht das Engagement der EU, jungen Talenten eine Plattform zu bieten und innovative Filmprojekte, die gesellschaftlich relevante Themen behandeln, zu fördern. Filmuniversität berichtet, dass diese Preise nicht nur eine wichtige finanzielle Grundlage darstellen, sondern auch die Sichtbarkeit und Anerkennung der kreativen Arbeit der Studierenden und Alumni verbessern.

Mit der Unterstützung von Programmen wie dem War on Screen Fabrique und Kreatives Europa wird die europäische Kulturlandschaft bereichert und die Stimmen junger Filmemacher in einem sensiblen Thema wie Krieg und Frieden gestärkt.