Am 19. Februar 2026 kündigt die Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF einen neuen kostenfreien Onlinekurs an, der sich an Lehrkräfte und interessierte Pädagog*innen richtet. Unter dem Titel „Filmbildung für Lehrer*innen“ zielt der Kurs darauf ab, filmisches Wissen in die Gesellschaft zu tragen und Medienkompetenz, ästhetisches Urteilsvermögen sowie kreative Ausdrucksfähigkeit zu fördern. Durch den kostenlosen Selbstlernkurs erhalten Lehrkräfte Zugang zu wichtigen didaktischen Anregungen und methodischen Zugängen für ihren Unterricht, wie filmuniversitaet.de berichtet.

Der Kurs ist als Teil des Verbundprojekts DigiProSMK konzipiert und bei einer Gesamtlänge von 5 Stunden und 30 Minuten in drei Bereiche gegliedert: Wissen, Praxis und Tutorials. Die Inhalte basieren auf Fortbildungsangeboten der Filmuniversität und wurden konzeptionell und didaktisch von Sophie Narr sowie anderen Experten aus der Filmpädagogik entwickelt. Unter den Beteiligten sind auch Prof. Jens Becker und Prof. Ulrich Reuter von der Filmuniversität sowie Phillip Feneberg von der Universität Potsdam.

Umfassende Unterstützung für Filmbildung

Die Filmuniversität verfolgt mit diesem Angebot das Ziel, die Filmbildung strukturell im Bildungssystem zu verankern und Lehrkräfte bei der Nutzung filmischer Mittel zu stärken. Dabei erhält der Kurs Unterstützung und Förderung durch die EU-Initiative NextGenerationEU sowie durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Der Kurs ist ab sofort auf der Webseite der Filmuniversität frei zugänglich.

Zusätzlich zu diesem Kurs bietet das Medienzentrum LMZ Baden-Württemberg weitere Ressourcen für die Filmbildung an. Diese umfassen Praxisleitfäden für Pädagog*innen und Eltern sowie Materialien für Kinobesuche mit Kindern und Jugendlichen. Interaktive Lernbausteine zum Filmklassiker „Lola rennt“ (1998) ermöglichen es Schüler*innen, sich aktiv mit filmischen Inhalten auseinanderzusetzen. Dabei gehen die Aufgaben von der Analyse von Erzählperspektiven bis hin zur Untersuchung von Schnitt und Sound. lmz-bw.de hebt hervor, dass solche Angebote nicht nur das Verständnis für Filme fördern, sondern auch als effektive Mittel zur handlungsorientierten Medienbildung dienen.

Die vielfältigen Anregungen sind darauf ausgelegt, in verschiedenen Fächern und Jahrgangsstufen eingesetzt werden zu können. Sie eignen sich sowohl zur Vorbereitung als auch zur Nachbereitung von Kinobesuchen und unterstützen Lehrkräfte im kreativen Umgang mit Medien im Unterricht.

Mit der Einführung des Selbstlernkurses an der Filmuniversität und den ergänzenden Angeboten des LMZ setzt Deutschland einen weiteren Schritt in Richtung einer umfassenden Filmausbildung und Medienkompetenzförderung für alle. Die Verfügbarkeit solcher Ressourcen stärkt nicht nur Lehrer*innen, sondern auch Schülerinnen und Schüler in ihrer kreativen und kritischen Auseinandersetzung mit filmischen Inhalten.