Am 9. und 10. März 2026 fand am Niedersächsischen Forschungszentrum Fahrzeugtechnik (NFF) die Tagung „FIT connect“ statt, die von der Technischen Universität Braunschweig ausgerichtet wurde. Diese Veranstaltung zielt darauf ab, internationale Studierende zu gewinnen und sie erfolgreich in den regionalen Arbeitsmarkt zu integrieren. Durch die Unterstützung des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) wird ein Rahmen geschaffen, der die Integration dieser Studierenden in das Fachstudium und den deutschen Arbeitsmarkt fördert. Der DAAD stellt Ressourcen bereit, um die Förderung internationaler Talente in Niedersachsen zu gewährleisten, was angesichts des demografischen Wandels und des steigenden Fachkräftebedarfs besonders wichtig ist.

Die Tagung versammelte Vertreter aus Hochschulen, Politik und Wirtschaft, um über die Herausforderungen und Chancen bei der Gewinnung internationaler Studierender zu diskutieren. TU-Präsidentin Angela Ittel und Dr. Klaus Birk eröffneten die Veranstaltung, während Dr. Bala Ramani von niedersachsen.next darauf hinwies, welche Rolle die FIT-Förderung für die Fachkräftesicherung spielt. Zu den Besonderheiten der Tagung gehörte eine Podiumsdiskussion, in der internationale Studierende wie Ksenia Zaytseva und Phyo Min Khaing ihre persönlichen Erfahrungen beim Einstieg in den Arbeitsmarkt teilten.

Förderung und Projekte

Die Initiative „FIT – Förderung internationaler Talente zur Integration in Studium und Arbeitsmarkt“ sieht vor, dass ab April 2024 insgesamt 89 Projekte an deutschen Hochschulen gestartet werden, die bis 2028 gefördert werden. Die TU Braunschweig nimmt mit dem Projekt „SUCCESS“ an dieser Förderrunde teil und arbeitet dabei eng mit regionalen Partnern wie der AGV Region Braunschweig und der Industrie- und Handelskammer Braunschweig zusammen. Als Teil des Projekts plant die Universität den Aufbau eines International Career Services, der den Studierenden Unterstützung bei Unternehmensexkursionen, Vernetzungsangeboten und Bewerbungstrainings bietet.

Besonders hervorgehoben wurde der große Wert der Sprachkenntnisse und von Praktika für die erfolgreiche Integration internationaler Studierender. Workshops behandelten auch Themen wie Aufenthaltsrecht und Willkommenskultur, was essenziell ist, um eine nachhaltige Bindung der Studierenden an die Region zu gewährleisten. Die positive Zusammenarbeit mit Wirtschaftspartnern wurde von Kerstin Vogelsang, der Projektkoordinatorin der TU, betont, und stellt ein wichtiger Bestandteil des „Ecoversity“-Ansatzes dar, der auf die nachhaltige Entwicklung von Wissen und Talent abzielt.

Branche und berufliche Integration

Der Fachkräftebedarf in Niedersachsen wird immer dringlicher, da sinkende Absolventenzahlen auf einen wachsenden Bedarf an akademisch qualifizierten Fachkräften treffen. Besonders in Bereichen wie der Energie- und Mobilitätswende sowie der digitalen Transformation ist internationaler Austausch und Integration von großer Bedeutung. Die Auswahl an interaktiven Workshops und Netzwerkveranstaltungen während der Tagung ermöglichte es Teilnehmern, Best Practices auszutauschen und innovative Ansätze zur Unterstützung internationaler Studierender zu diskutieren.

Insgesamt ist die Veranstaltung ein bedeutender Schritt, um die Rolle internationaler Studierender als potenzielle Fachkräfte in Niedersachsen zu stärken. Laut dem Bundesministerium für Bildung und Forschung haben sich die Zahlen internationaler Studierender in Deutschland von etwa 200.000 im Jahr 2012 auf rund 380.000 im Jahr 2023 erhöht, wobei ein hoher Anteil aus dem MINT-Bereich stammt. Diese Entwicklung wird durch die Einführung neuer Gesetze zur Fachkräfteeinwanderung, die die Einwanderung und Integration internationaler Studierender erleichtern, weiterhin gefördert.

Die Tagung „FIT connect“ bildet somit einen wichtigen Rahmen für die Vernetzung von Hochschulen, Wirtschaft und internationalen Talenten und trägt dazu bei, die Herausforderungen des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels in Niedersachsen aktiv anzugehen.

Besonders die umfassenden Maßnahmen und Initiativen zur Unterstützung internationaler Studierender, wie in den Programmen des DAAD und den Anstrengungen der TU Braunschweig, unterstreichen die Bedeutung eines internationalen Austausches für die zukünftige Entwicklung des deutschen Arbeitsmarktes.
[TU Braunschweig] berichtet, dass die Tagung unter einer Kooperationsinitiative des [DAAD] stattgefunden hat, die darauf abzielt, internationale Studierende in Deutschland zu unterstützen, während das [BMFTR] auf die Wichtigkeit internationaler Fachkräfte für Wissenschaft und Wirtschaft hinweist.