Am 10. April 2026 trafen sich rund 70 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd, um unter dem Motto „Forschung in Zeiten der Polykrisen“ aktuelle Herausforderungen und Chancen zu diskutieren. Die Veranstaltung, eröffnet von Prof. Dr. Marita Kampshoff, Prorektorin für Forschung, bot eine Plattform für den Austausch über die Themen Digitalisierung, Bildung und soziale Teilhabe.
In ihrer Eröffnungsrede stellte Kampshoff die enormen Herausforderungen der Forschung in Zeiten von Polykrisen, wie etwa der COVID-19-Pandemie und dem Klimawandel, in den Mittelpunkt. Die anschließende Podiumsdiskussion, moderiert von Dr. Jessica Wilzek, beleuchtete insbesondere, wie agile Bildungssysteme auf die Entwicklungen in der Künstlichen Intelligenz und sozialen Medien reagieren können. Der Bedarf an einem differenzierten Blick auf Polykrisen sowie die Rolle von Resilienz in der Forschung wurden als zentrale Punkte hervorgehoben.
Vielfältige Formate und Workshops
Das Programm umfasste Kurzpräsentationen, Workshops, Impulse und Diskussionsformate, die für alle Teilnehmenden inspirierend waren. Ein besonderer Höhepunkt war der Postermarkt, auf dem 20 Poster zu aktuellen Forschungsarbeiten präsentiert wurden. Besonders faszinierend waren die Workshops, die sich mit Themen wie Karriereentwicklung, Künstlicher Intelligenz, Open Science und effektiver Wissenschaftskommunikation befassten.
Die Veranstalter betonten die Notwendigkeit, Schülerinnen und Schüler stärker in Lehr-Lern-Labore, Creatorlabs und Makerspaces einzubinden. Diese Ansätze sind Teil eines übergreifenden Ziels, die digitale Teilhabe von Menschen mit Behinderungen zu fördern, was durch verschiedene aktuelle Studien untermauert wird. Albrecht und Hüning (2024) thematisieren in ihrer Arbeit die digitale Teilhabe von Menschen mit geistiger Beeinträchtigung, während das Projekt „INKLUSIV DIGITAL“ die Potenziale der Digitalisierung im Bildungs- und Pflegesektor untersucht, wie in einem Bericht des JFF – Institut für Medienpädagogik erläutert wird.
Forschungsergebnisse und zukünftige Perspektiven
Die Veranstaltung wurde als großer Erfolg gewertet und hob die Vielfalt der Forschungsaktivitäten an der PH Schwäbisch Gmünd hervor. In Anbetracht der Herausforderungen, die Polykrisen mit sich bringen, wurde die Bedeutung der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit diesen Themen als unverzichtbar erachtet. Zukünftige Veranstaltungen sind bereits in Planung, und der nächste Tag der Forschung steht für das Sommersemester 2027 an.
Abschließend bekräftigen die Studien und Berichte das Potenzial der Digitalisierung, soziale Inklusion zu fördern, was in der heutigen Zeit als besonders wichtig erachtet wird. So betonen verschiedene Forschungsarbeiten, darunter die von Bosse (2020) und anderen, die zentrale Rolle digitaler Kompetenzen in der sozialen Arbeit sowie die Herausforderungen, die sich für die digitale Teilhabe von Menschen mit Behinderungen ergeben.
Der Diskurs über digitale Teilhabe und Inklusion wird auch in Zukunft von großer Bedeutung sein. Die PH Schwäbisch Gmünd setzt dabei Akzente und schafft Raum für innovative Ansätze und Lösungen, die auf die aktuellen Herausforderungen reagieren.
Für weitere Informationen zur Veranstaltung und den diskutierten Themen besuchen Sie bitte PH Schwäbisch Gmünd und DIME Sozial.